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Panorama Staatsanwaltschaft fordert lange Haft in Frauenmord-Prozess
Mehr Hessen Panorama Staatsanwaltschaft fordert lange Haft in Frauenmord-Prozess
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18:02 10.11.2021
Blick auf die Justitia über dem Eingang eines Landgerichts.
Blick auf die Justitia über dem Eingang eines Landgerichts. Quelle: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild
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Darmstadt

Angeklagt ist in dem Verfahren vor dem Darmstädter Landgericht der 27 Jahre alte Ehemann des Opfers.

Dem Mann wird vorgeworfen, seine Frau im Januar 2020 mit einem Messer schwer verletzt und im Februar diesen Jahres getötet zu haben. Die Leiche der Frau war Ende Februar gefunden worden, kurz darauf kam der Mann in Untersuchungshaft.

Der Deutsche aus Biebesheim hatte im Prozesses die Messerattacke eingeräumt. Für die war er demnach maskiert in die eigene Wohnung, damals in Lampertheim, eingedrungen und hatte seine Frau mit Messerstichen im Schritt verletzt. Ziel der Attacke sei gewesen, dass die Frau Angst vor einem Unbekannten bekomme und sich wieder an ihren Mann binde, erklärte die Staatsanwaltschaft. Der Angeklagte gestand in dem Verfahren zudem, seine 27 Jahre alte Frau im Februar bei einem Streit zuhause erwürgt zu haben. Die gemeinsamen, jetzt sechs und sieben Jahre alten Kinder, waren bei seiner Schwiegermutter.

Der Angeklagte habe die Kontakte der Frau immer mehr eingeschränkt und ihr unterstellt, dass sie fremd gehe, berichtete die Staatsanwaltschaft. Dass seine Frau recht beliebt gewesen sei, habe den Angeklagten massiv gestört, sagte der Anwalt der Nebenklage. Diese plädierte auf Mord aus Eifersucht und forderte eine lebenslange Haftstrafe. Der Verteidiger sah eine gefährliche Körperverletzung und Totschlag und sprach sich für eine Gesamtstrafe von neuneinhalb Jahren aus. Das Urteil soll am 16. November verkündet werden.

© dpa-infocom, dpa:211109-99-926592/3

dpa