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Panorama Skilifte auf Wasserkuppe stehen still: Willingen offen
Mehr Hessen Panorama Skilifte auf Wasserkuppe stehen still: Willingen offen
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05:31 19.03.2021
Wintersportler stehen beim Flutlichtskifahren an der Talstation.
Wintersportler stehen beim Flutlichtskifahren an der Talstation. Quelle: Swen Pförtner/dpa/Archivbild
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Willingen/Fulda

"So langsam haben wir mit der Wintersaison abgeschlossen", sagte Florian Heitmann, Betriebsleiter der Ski- und Rodelarena Wasserkuppe. Selbst wenn es am Sonntag noch einmal 10 bis 15 Zentimeter schneien sollte: "Das reicht bei weitem nicht."

Der Boden sei viel zu warm, für eine präparierte Strecke mit 20 Zentimetern Schnee sei Pulverschnee von 35 bis 40 Zentimetern notwendig. Momentan liegen auf der Wasserkuppe laut Heitmann etwa fünf bis zehn Zentimeter, je nach Lage. Doch auch die tauten angesichts des warmen Wetters sehr schnell.

Für Betreiber Heitmann steht die Sommersaison im Fokus. "Die Leute sind teilweise auch schon im Frühlingsmodus." Mitte bis Ende März hätten die Menschen den Winter satt, "auch wenn es immer noch ein paar Verrückte gibt". Nun hofft Heitmann, dass der Betrieb im Frühling und Sommer unter anderem von Sommerrodelbahn und Kletterwald möglich ist und "die Zahlen nicht so stark nach oben gehen".

Erst in der vergangenen Woche hatten die Skigebiete in Hessen nach monatelangem Lockdown wieder öffnen dürfen. In Willingen hatten die Betreiber in den kalten Wochen vorgesorgt und die Pisten beschneit. "Hoffnungsschnee" nennt Marina Kieweg vom Skigebiet das. Diese Hoffnung erfüllte sich wohl: 1000 Tageskarten seien für das gesamte Wochenende bereits ausverkauft, auch das Flutlichtfahren in den Abendstunden komme gut an. Für Montag und Dienstag seien tagsüber nur noch wenige Resttickets vorhanden. Die allerdings werden laut Kieweg "mit Vorsicht" verteilt - je nachdem, ob die Skigebiete angesichts der steigenden Inzidenzwerte und dem Einsetzen der "Notbremse" wieder schließen müssen.

Die Besucher, die nun nach Willingen kommen, sind laut Kieweg ein Tropfen auf den heißen Stein. "Es ist die Hoffnung, dass wir noch bisschen Umsatz reinbekommen", sagte Kieweg. Das mindere die "prekäre Lage" zumindest etwas. Dass sie überhaupt wieder öffnen konnten, habe sie aber sehr glücklich gemacht. "Wir wollen ja auch nicht dazu beitragen, dass sich die Lage verschlechtert." Die Maßnahmen des Hygienekonzepts seien von den Besuchern auch "prima und verständnisvoll" angenommen worden.

© dpa-infocom, dpa:210319-99-883821/2

dpa