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Panorama Siebeneinhalb Jahre Haft für Serienbrandstifter
Mehr Hessen Panorama Siebeneinhalb Jahre Haft für Serienbrandstifter
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14:55 08.01.2021
Die Außenfassade des Land- und Amtsgerichtes in Frankfurt am Main.
Die Außenfassade des Land- und Amtsgerichtes in Frankfurt am Main. Quelle: Fredrik von Erichsen/dpa/Archivbild
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Frankfurt/Main

Zwischen Dezember 2018 und Dezember 2019 brannten vor allem in Hanau, Frankfurt und Oberursel (Taunus) Müllcontainer, Autos und Gebäudeteile. Weil sich eine Bewohnerin beim Brand einer durch das Fenster geworfenen Toilettenrolle gesundheitliche Beschwerden zugezogen hatte, wurde der Mann am Freitag auch wegen gefährlicher Körperverletzung verurteilt (Az.: 3629 Js 256098/19).

Vor Gericht hatte der Angeklagte die zehn Taten eingeräumt. Zu seinem Nachteil wurde eine einschlägige Vorstrafe gewertet - 2001 war er nach einer ähnlichen Serie vom Landgericht Darmstadt zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt worden. In dem neuen Prozess ging ein psychiatrischer Sachverständiger von einer uneingeschränkten Schuld- und Steuerungsfähigkeit beim Angeklagten aus.

Für einen rechtsradikalen Hintergrund der Brände gab es laut Gericht und Staatsanwaltschaft keine Hinweise. Vor dem Gerichtsgebäude hatten Demonstranten mit Transparenten auf rechtsgerichtete Straftaten hingewiesen. Die Staatsanwaltschaft, die zehneinhalb Jahre Haft beantragt hatte, erwägt Revision beim Bundesgerichtshof.

dpa