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Panorama Schlossgarten Fulda wird auf Blindgänger untersucht
Mehr Hessen Panorama Schlossgarten Fulda wird auf Blindgänger untersucht
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15:12 09.02.2022
Menschen gehen hinter einer Figur mit einem goldenen Dreizack durch den Schlossgarten.
Menschen gehen hinter einer Figur mit einem goldenen Dreizack durch den Schlossgarten. Quelle: Sebastian Gollnow/dpa/Archiv
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Fulda

Dabei handele es sich um routinemäßige Untersuchungen, wie sie im Vorfeld von allen größeren Baumaßnahmen auf Arealen üblich seien, die im Zweiten Weltkrieg im Trefferbereich von Fliegerbomben lagen, teilte ein Sprecher der Stadt am Mittwoch mit. Zuvor hatte hessenschau.de über das Thema berichtet.

Im Fall des Schlossgartens geht es um die geplante Wegesanierung und denkmalgerechte Umgestaltung der spätbarocken Gartenanlage, die bis zum Beginn der Landesgartenschau (27. April bis 8. Oktober 2023) in Fulda im kommenden Jahr fertiggestellt sein soll.

Die Sondierung auf Munitionsreste nehmen Mitarbeiter einer Spezialfirma zunächst mit Hilfe elektromagnetischer Sensortechnik auf einer etwa 20.000 Quadratmeter großen Fläche des Vorderen Schlossgartens vor. Diese Flächensondierung werde einige Tage in Anspruch nehmen. Danach startet die sogenannte Tiefensondierung, bei der spezielle Punkte genauer unter die Lupe genommen werden, bei denen sich aufgrund historischer Luftbilder oder der Flächensondierung gewisse Verdachtsmomente ergeben hätten. Dies könne mehrere Wochen in Anspruch nehmen. Während der Arbeiten werde der Schlossgarten jeweils abschnittweise gesperrt.

Bereits unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg seien Blindgänger und andere Relikte des Luftkriegs in Fulda von einer speziellen Einheit systematisch und sehr sorgfältig geräumt worden, so der Sprecher. Zudem seien bereits während der ersten Umgestaltung des Schlossgartens Anfang der 1990er-Jahre große Teile des vorderen Schlossgartens auf Kampfmittel durchsucht worden, allerdings nicht mit der Technik, die heute Standard sei.

© dpa-infocom, dpa:220209-99-48586/3

dpa