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Panorama Schlimme Zustände: Eigentümerin muss Abhilfe sichern
Mehr Hessen Panorama Schlimme Zustände: Eigentümerin muss Abhilfe sichern
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15:38 01.02.2021
Ein hölzerner Hammer liegt auf einer Richterbank.
Ein hölzerner Hammer liegt auf einer Richterbank. Quelle: Uli Deck/dpa
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Frankfurt/Main

Die Behörde hatte nach Beschwerden mehrerer Mieter verlangt, einen elektrischen Türöffner zu montieren und die Gegensprechanlage zu reparieren, berichtete eine Gerichtssprecherin am Montag. Auch sollte das Zeitrelais der Treppenhausbeleuchtung repariert werden, weil es aufgrund einer defekten Dauerbeleuchtung im Treppenhaus zu permanentem Lichteinfall in die Wohnungen kam.

Das Wohnungsaufsichtsamt hatte festgestellt, dass über Monate hinweg Türschlösser in der Liegenschaft fehlten, die Stromversorgung mangelhaft war und die Fenster im Treppenhaus wegen einer anstehenden Kernsanierung bereits im April 2020 ausgebaut worden waren. Seit diesem Zeitpunkt wurde das Treppenhaus nur notdürftig mit Kunststoffplanen gegen die Witterung geschützt. Die Immobilienbesitzerin hatte sich angesichts der Anordnung der Behörde nicht einsichtig gezeigt, sondern versuchte mit ihrem Eilantrag gerichtlich dagegen vorzugehen.

Die zuständige Kammer des Verwaltungsgericht hingegen wies darauf hin, dass unhaltbare Zustände im Rahmen von Bau- und Modernisierungsmaßnahmen von der Wohnungsaufsicht nicht geduldet werden könnten. Die von der Stadt verfügten Maßnahmen und die dafür einzusetzenden Kosten stünden in einem angemessenen Verhältnis zum Gesamtvolumen der zu erwartenden Sanierungsmaßnahmen. Gegen den Beschluss kann innerhalb zwei Wochen Beschwerde beim Hessischen Verwaltungsgerichtshof in Kassel eingelegt werden. (Az.: 8 L 3058/20.F)

© dpa-infocom, dpa:210201-99-257351/3

dpa