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Panorama Scheidung: Neuer Name für Kind auch ohne Einwilligung
Mehr Hessen Panorama Scheidung: Neuer Name für Kind auch ohne Einwilligung
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13:32 02.01.2020
Die Statue der Justitia hält eine Waage in ihrer Hand. Quelle: Arne Dedert/dpa/Archivbild
Frankfurt/Main

Im konkreten Fall geht es um ein Kind, das nach dem Willen seiner Mutter den Nachnamen ihres neuen Ehemanns erhalten soll - den sie auch selbst trägt ebenso wie ihre Tochter aus dieser Ehe. Das OLG erklärte, die Namensänderung sei zum Wohl des Kindes erforderlich (Aktenzeichen 1 UF 140/19).

Der Vater habe seit 2014 keinen Kontakt mehr zu seiner Tochter, argumentierten die Richter. Hinzu komme, dass die Tochter selbst den Namen ihres Stiefvaters annehmen wolle. Die Belastung durch die Namensverschiedenheit mit ihrer Mutter und ihrer Halbschwester sei in dem Fall groß. Der leibliche Vater hatte der Umbenennung widersprochen. Dagegen war die Frau vor dem Amtsgericht zunächst erfolglos vorgegangen.

Die Entscheidung ist noch nicht rechtskräftig. Das OLG ließ die Beschwerde zum Bundesgerichtshof (BGH) zu. Denn in einer BGH-Entscheidung aus dem Jahr 2005 hatte es geheißen, dass für eine solche Namensänderung eine Kindeswohlgefährdung vorliegen müsse.

dpa

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