Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Panorama Meldestelle: Besorgte Anrufe wegen "Starlink"-Satelliten
Mehr Hessen Panorama Meldestelle: Besorgte Anrufe wegen "Starlink"-Satelliten
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
06:52 10.12.2019
Michelstadt

Nachdem die private US-Raumfahrtfirma SpaceX erneut zahlreiche Satelliten ins All gebracht hat, häufen sich die Meldungen irritierter Beobachter in Deutschland. "Die Anrufe bei uns haben stark zugenommen. Viele Frauen und Männer zeigen sich besorgt oder verwundert über die Lichtpunkte und ihre Formation", sagte Hansjürgen Köhler vom Centralen Erforschungsnetz außergewöhnlicher Himmelsphänomene (Cenap) der Deutschen Presse-Agentur.

Für ihr geplantes weltumspannendes Internet-Netz hat SpaceX Anfang November 60 Satelliten ins All gebracht. Bereits im Mai hatte eine "Falcon 9"-Rakete von SpaceX 60 solcher Himmelskörper in den Weltraum verfrachtet, wie das Unternehmen von Tech-Milliardär Elon Musk damals mitgeteilt hatte.

Cenap hat seinen Sitz im hessischen Odenwald und hat es sich zur Aufgabe gemacht, Berichte über Himmelsphänomene zu prüfen. So setzt sich die 1976 in Mannheim gegründete Einrichtung etwa kritisch mit Berichten angeblicher Ufo-Sichtungen auseinander. Köhler zufolge gab es in den vergangenen Tagen ein verstärktes Aufkommen von Meldungen über die Hotline der Meldestelle. "An manchen Tagen erreichten uns Dutzende Anrufe." Vor allem, weil sich die Satelliten in einer leuchtenden Spur am klaren Nachthimmel zeigten, seien Beobachter im gesamten Bundesgebiet irritiert gewesen.

Experten der Europäischen Weltraumorganisation Esa bestätigen, "dass in den vergangenen Tagen Starlink-Satelliten sehr sichtbar über Deutschland zu sehen waren", wie eine Sprecherin am Europäischen Raumflugkontrollzentrum in Darmstadt auf Anfrage sagte.

Ziel des milliardenschweren SpaceX-Programms "Starlink" ist es, sowohl entlegene Gebiete als auch Ballungszentren mit schnellem und preiswertem Breitband-Internet zu versorgen. Dazu will SpaceX in den kommenden Jahren nach bisherigen Plänen bis zu 12 000 Satelliten ins Weltall bringen.

Das Unterfangen ruft auch Kritik hervor. So geben sich etwa Astronomen darüber besorgt, dass sich der Blick auf den Nachthimmel verändern könnte. "Allerdings geht es nicht nur um ästhetische Fragen. Auch die Gefahr einer Kollision mit anderen Himmelskörpern besteht", sagte etwa ein Sprecher der Starkenburg-Sternwarte im südhessischen Heppenheim. Anfang September musste ein Esa-Satellit einem "Starlink"-Satelliten ausweichen.

dpa

Ein mit Axt und Machete bewaffneter Mann hat im Main-Taunus-Kreis einen größeren Polizeieinsatz ausgelöst. Der 34-Jährige war am Montagnachmittag vor der Wohnung seiner ehemaligen Lebensgefährtin in Hattersheim mit einem Anwohner in Streit geraten, wie die Polizei mitteilte.

10.12.2019

Ein 90-jähriger Mann ist bei einem Sturz vom Balkon eines Mehrfamilienhauses in Darmstadt tödlich verunglückt. Nach dem Vorfall am Montagnachmittag riefen Zeugen um Hilfe.

09.12.2019

Knapp 90 000 Dollar und mehr als 12 000 Euro Falschgeld haben Zollbeamte bei einer Kontrolle in einem Auto auf der Autobahn 38 bei Friedland (Landkreis Göttingen) sichergestellt.

09.12.2019