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Panorama Rettungskräfte: Überwachte Badestellen kein Allheilmittel
Mehr Hessen Panorama Rettungskräfte: Überwachte Badestellen kein Allheilmittel
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08:43 19.07.2020
Rettungsübung der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) mit einem Rettungsboot. Quelle: Uwe Anspach/dpa
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Mainz/Wiesbaden

Ende Juni waren ein fünfjähriger Junge und seine Mutter beim Baden am Rhein im hessischen Trebur gestorben. "Wir warnen regelmäßig davor, in fließenden Gewässern zu schwimmen. Das ist sehr gefährlich", sagte eine Sprecherin der Polizei in Hessen. Die Menschen sollten sich nicht überschätzen - "das gilt gerade für Familien mit Kindern."

DLRG-Sprecher Vogt betonte: "Selbst, wenn Sie bestimmte Bereiche von morgens bis abends bewachen, ist nicht gewährleistet, dass außerhalb der Wachzeiten oder an anderen Stellen Menschen in den Fluss steigen", sagte er der Deutschen Presse-Agentur. "Im Gegenteil: Man bestärkt die Menschen darin, sich der Gefahrenquelle Fluss unbedenklich zu nähern."

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"Sicherlich ist der Vorschlag, Badestellen am Rhein zu überwachen, eine hilfreiche Maßnahme, um tödliche Badeunfälle zu reduzieren", sagte Abteilungsleiter Roland Lipp vom Deutschen Roten Kreuz (DRK). "Dennoch ist Schwimmenlernen der beste Schutz vor dem Ertrinken."

dpa