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Panorama Razzien gegen Schwarzarbeit: Kontrollen bis in den Abend
Mehr Hessen Panorama Razzien gegen Schwarzarbeit: Kontrollen bis in den Abend
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17:12 26.04.2022
Ein Blaulicht leuchtet auf dem Dach eines Polizeiwagens.
Ein Blaulicht leuchtet auf dem Dach eines Polizeiwagens. Quelle: David Inderlied/dpa/Symbolbild
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Frankfurt/Gießen

In Hessen und anderen Bundesländern hat es am Dienstag Razzien gegen illegale Schwarzarbeit auf Baustellen gegeben. Es habe sich um "verdachtsunabhängige Schwerpunktprüfungen als Präventivmaßnahme" gehandelt, sagte die Sprecherin des Hauptzollamtes Frankfurt am Main, Christine Straß.

Der größte Einsatz in Hessen war an der Baustelle des Terminal 3 am Frankfurter Flughafen. Hier seien seit dem Morgen 450 Einsatzkräfte der Polizei und der Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) der Hauptzollämter von Frankfurt am Main, Gießen und Darmstadt im Einsatz gewesen. Für das Frankfurter und das Darmstädter Hauptzollamt sei es die einzige Großkontrolle am Dienstag gewesen, teilte Straß mit.

Nach dem vorläufigen Ergebnis wurden dabei 366 Arbeitnehmer von 128 Firmen kontrolliert. In 169 Fällen davon werde es Nachprüfungen geben, unter anderem wegen der Einhaltung des Mindestlohns und den Melde- und Beitragspflichten zur Sozialversicherung, teilte Straß mit. Zwei Personen hatten keine gültige Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis, gegen sie wurden Strafverfahren eingeleitet. Bei sieben weiteren Personen wurden geringfügige Verstöße wegen Ordnungswidrigkeiten mit Verwarnungen geahndet. Darüber hinaus kam es zur Vollstreckung eines ausgeschriebenen Haftbefehls wegen Diebstahls.

Im Bereich des Hauptzollamts Gießen fanden weitere Kontrollen in Kassel und Vellmar sowie im Kreis Hersfeld-Rotenburg statt, bei denen insgesamt 50 Einsatzkräfte des Hauptzollamtes Gießen im Einsatz waren. Bislang gebe es noch keine genauen Ergebnisse, teilte ein Sprecher vom zuständigen Hauptzollamt mit. Bekannt sei nur, dass in Kassel vier Arbeiter ohne gültigen Aufenthaltstitel sowie Arbeitserlaubnis aufgefallen seien und es in Rotenburg zu vorläufigen Festnahmen wegen des Verdachtes des illegalen Aufenthalts gekommen sei.

Bei Verstößen werden die entsprechenden Ermittlungsverfahren eingeleitet und bei Straftaten die Staatsanwaltschaft eingeschaltet sowie die Ausländerbehörden informiert. Die Kontrollen sollten am Dienstag bis in die Abendstunden dauern.

© dpa-infocom, dpa:220426-99-46656/4

dpa