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Panorama Prozessbeginn: Als falsche Polizisten Beute gemacht
Mehr Hessen Panorama Prozessbeginn: Als falsche Polizisten Beute gemacht
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17:06 09.09.2019
Ein Schild mit der Aufschrift «Landgericht» und «Amtsgericht» ist zu sehen. Quelle: Arne Dedert/Archiv
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Frankfurt/Main

Am ersten Verhandlungstag räumten die Angeklagten ein, im vergangenen Jahr bei fünf Senioren Geld und Wertgegenstände im Gesamtwert von rund 220 000 Euro entgegengenommen zu haben (AZ 3350 Js 260056/18).

Die zwischen 73 und 89 Jahre alten Opfer sollen zuvor von in Call-Centern in der Türkei agierenden Komplizen angerufen worden sein, die sich als Polizeibeamte ausgaben. Sie sollen entweder von einem unmittelbar bevorstehenden Einbruch oder aber von einem "Maulwurf" berichtet haben, der ihre Bankguthaben gefährde. Sie sollten deshalb die Ersparnisse so schnell wie möglich den "Kollegen" vor Ort herausgeben.

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Eine 73-Jährige soll daraufhin rund 70 000 Euro in einem Fahrradkorb vor dem Haus deponiert haben, ein 87-Jähriger soll auf die gleiche Weise 87 000 Euro eingebüßt haben. Im Dezember vergangenen Jahres wurden die aus Bremen stammenden Angeklagten schließlich auf der Autobahn festgenommen. Bei der Festnahme wurden größere Bargeldmengen sichergestellt, die jedoch bislang nicht den einzelnen Straftaten zugerechnet werden konnten.

Die Strafkammer hat bislang drei weitere Verhandlungstermine bis Ende September eingeplant.

dpa

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