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Panorama Prozess wegen Mordversuchs nach Messerangriff auf Student
Mehr Hessen Panorama Prozess wegen Mordversuchs nach Messerangriff auf Student
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13:42 02.11.2020
Eine Statue der Justitia mit einer Waage in ihrer Hand. Quelle: David-Wolfgang Ebener/dpa/Symbolbild
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Saarbrücken

Die Generalstaatsanwaltschaft wirft dem Mann Heimtücke und niedrige Beweggründe vor. Weil der Angeklagte bei der Tat unter Drogeneinfluss gestanden haben soll, geht die Anklage von verminderter Schuldfähigkeit aus.

Mit den Worten "Du bist schwarz, du sollst sterben" sei der Deutsche im Juni an einer Bushaltestelle in Saarbrücken auf sein Opfer zugegangen und habe den 26-Jährigen mit voller Wucht mit der Faust ins Gesicht geschlagen. Mehrfach soll der Angeklagte die Worte wiederholt und dabei versucht haben, dem Studenten mit einem Messer am Hals und Oberkörper tödliche Verletzungen zuzufügen. Dem Angegriffenen gelang es, den Stichen auszuweichen.

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Vor Gericht schilderte der Student, dass er seit dem Angriff, bei dem ihm die Nase gebrochen wurde, in psychologischer Behandlung sei und Schlaf- und Konzentrationsprobleme habe. Die anstehende Master-Arbeit im Fach Interkulturelle Kommunikation habe er daher noch nicht schreiben können.

Der Angeklagte konsumiert nach eigenen Angaben regelmäßig Drogen. Über seinen Verteidiger ließ er erklären, dass er den Geschädigten tatsächlich "ohne Vorwarnung und ohne erkennbaren Grund" geschlagen und sinngemäß auch die vorgeworfenen Äußerungen gemacht habe. Dabei sei der Zeuge hingefallen. Aus Angst, dass sich dieser körperlich wehren könnte, habe er sein Messer genommen - allerdings nicht, um ihn zu verletzen, sondern um ihn einzuschüchtern.

Das Urteil könnte am Donnerstag (5.11.) fallen.

dpa