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Panorama Prozess um Mordversuch: Mann gesteht Attacke auf Ehefrau
Mehr Hessen Panorama Prozess um Mordversuch: Mann gesteht Attacke auf Ehefrau
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14:43 10.01.2022
Die Justitia ist an einer Scheibe am Eingang zum Oberlandesgericht zu sehen.
Die Justitia ist an einer Scheibe am Eingang zum Oberlandesgericht zu sehen. Quelle: Rolf Vennenbernd/dpa/Symbolbild
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Darmstadt

Der nicht tödliche Angriff vom Karsamstag 2021 ist als heimtückischer Mordversuch aus Habgier angeklagt.

Der angeklagte Deutsche aus Dietzenbach (Kreis Offenbach) hatte eine heimliche Geliebte. Seinem Scheidungsanwalt soll er gesagt haben, seiner in Teilzeit berufstätigen Frau keinen Unterhalt zahlen zu wollen. Am Sonntag vor der Tat hatte er mit seiner Frau ein Testament geschrieben, in dem sich die beiden gegenseitig als Alleinerben einsetzten.

Zugeschlagen haben soll der Industriekaufmann während einer Radtour durch einen Wald in Rödermark. Der Mann sagte aus, von seiner Frau abgelassen zu haben, weil er entsetzt von sich selbst gewesen sei. Die Geschädigte, die die Polizei gerufen hatte und die mit dem Angeklagten zwei erwachsene Söhne hat, sagte hingegen aus, dass ihr Mann erst aufgehört habe, als sich ein Radfahrer näherte.

Der 55-Jährige gab an, seine Freundin sei davon ausgegangen, dass er sich am Osterwochenende 2021 von seiner Frau trenne. Aber es sei ihm nicht gelungen, während der Radtour mit ihr über die Trennung zu sprechen, so der Angeklagte. Die Ehefrau erklärte dem Gericht, keine Hinweise gehabt zu haben, dass ihr Mann seit zwei Jahren parallel zu seiner Ehe noch eine weitere Beziehung hatte.

© dpa-infocom, dpa:220110-99-656701/2

dpa