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Panorama Prozess um Fahrt auf Motorhaube: Mann mitgeschleift
Mehr Hessen Panorama Prozess um Fahrt auf Motorhaube: Mann mitgeschleift
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16:02 18.12.2020
Die Statue der Justitia steht mit einer Waage und einem Schwert in der Hand. Quelle: Arne Dedert/dpa/Symbolbild
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Frankfurt/Main

Wegen einer wilden Autofahrt mit beinahe tödlichem Ausgang in Frankfurt steht seit Freitag ein Mann vor dem Landgericht. Zum Auftakt wurde lediglich die Anklage gegen den 27-Jährigen verlesen. Demnach war er im August 2019 im Frankfurter Bahnhofsviertel mit einem anderen Mann in Streit geraten. Nachdem das spätere Opfer auf die Motorhaube des Wagens des 27-Jährigen gesprungen war, soll der Angeklagte mit ihm bis in den Stadtteil Bockenheim gefahren sein. Dort fiel das Opfer von der Motorhaube und wurde hundert Meter am Boden mitgeschleift.

Der 26-Jährige erlitt lebensgefährliche Verletzungen und ist seither querschnittsgelähmt. Dem Fahrer wird versuchter Totschlag und gefährliche Körperverletzung vorgeworfen. Am ersten Verhandlungstag kündigte der Angeklagte eine Aussage für den kommenden Prozesstag an.

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Unklar ist derzeit noch, warum die beiden Männer im Bahnhofsviertel in Streit gerieten. Während der halsbrecherischen Fahrt versuchte der Fahrer laut Anklage mehrfach, mit ruckartigem Bremsen und Lenkmanövern das Opfer von der Haube seines Kleintransporters zu stoßen. Dies gelang erst nach mehreren Kilometern. Zwischenzeitlich waren mehrere Autofahrer auf den Vorgang aufmerksam geworden, die die Polizei benachrichtigten.

Die Schwurgerichtskammer hat zunächst fünf weitere Verhandlungstage bis Mitte Februar anberaumt. Am nächsten Verhandlungstag (5. Januar) wird sich voraussichtlich der Angeklagte zu den Tatvorwürfen äußern.

dpa