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Panorama Gullydeckel-Vorfall: Lokführer weist Vorwürfe zurück
Mehr Hessen Panorama Gullydeckel-Vorfall: Lokführer weist Vorwürfe zurück
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12:31 18.09.2020
Ein Zug der Hessischen Landesbahn steht mit zerstörter Frontscheibe in der Werkstatthalle in Siegen. Quelle: Markus Klümper/dpa/Archivbild
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Bad Berleburg

Am ersten Prozesstag vor dem Amtsgericht in Bad Berleburg nahe Siegen sagte Verteidiger Dennis Tungel am Rande der Verhandlung am Freitag vor Journalisten: "Mein Mandant streitet alles ab." Dem 50-Jährigen wird vorgeworfen, im April 2019 mit dem unbesetzten Regionalzug der Hessischen Landesbahn absichtlich in eine selbst konstruierte Falle gefahren zu sein.

Bei dem spektakulären Vorfall, der weit über NRW hinaus Aufsehen erregt hatte, waren die Ermittler zunächst von einem versuchten Mordanschlag ausgegangen. Dann geriet der Lokführer überraschend selbst unter Verdacht. Zu Beginn der Verhandlung sagte der Angeklagte nur: "Im Moment schweige ich noch." Der Versuch des Vorsitzenden Richters Torsten Hoffmann, zunächst über ein Rechtsgespräch eine Verständigung zwischen beiden Parteien herbeizuführen, scheiterte. Tungel betonte dazu kurz darauf vor Medienvertretern, man wolle im Verfahren nachweisen, dass den Angeklagten keine Schuld treffe.

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In Bad Berleburg im Wittgensteiner Land - nahe der Grenze von NRW und Hessen - waren zwei Gullydeckel im April 2019 frontal in den Regionalzug der Hessischen Landesbahn gekracht. Die Gullydeckel baumelten damals an einer Seilkonstruktion von einer Brücke herab und schlugen ein großes Loch in die Frontscheibe. Der Lokführer blieb unverletzt bei der Leerfahrt am frühen Morgen. Später fanden Ermittler seine DNA-Spuren an den Seilen, er wurde zum Tatverdächtigen. Die Anklage wirft dem Mann das Vortäuschen einer Straftat und einen gefährlichen Eingriff in den Bahnverkehr vor.

dpa