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Panorama Projektgruppe soll Möglichkeiten einer "Lahnwelle" ausloten
Mehr Hessen Panorama Projektgruppe soll Möglichkeiten einer "Lahnwelle" ausloten
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09:01 09.04.2022
Surfer und ein Kayakfahrer fahren an dem Wehr, an dem die Surfwelle entstehen soll.
Surfer und ein Kayakfahrer fahren an dem Wehr, an dem die Surfwelle entstehen soll. Quelle: Sebastian Gollnow/dpa/Archivbild
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Gießen

Im Rathaus solle eine Projektgruppe eingesetzt werden, um alle Fragen zu klären. Eine Surf-Welle wäre ein Gewinn für die Stadt, so Becher, aber man müsse auch mit großer Sorgfalt die offenen Punkte angehen. Dazu gehörten die möglichen ökologischen Auswirkungen sowie die Finanzierung.

Im vergangenen Jahr hatte eine Gruppe von Gießener Wassersportlern um Initiator Janne Paul Schmidt die Idee einer künstlich angelegten "Lahnwelle" für Surfer vorgestellt. Den ersten Ergebnissen einer Machbarkeitsstudie zufolge eignet sich der anvisierte Standort an einem Wehr für eine künstliche Woge - möglich sei es sogar, damit Strom zu erzeugen.

Aus Sicht der Initiatoren zeige die Studie, "dass aus einem Traum Wirklichkeit werden kann". Sie begrüßten es, dass eine Projektgruppe ins Leben gerufen werden soll. Es gelte nun, mögliche Herausforderungen "im engen Dialog mit allen Beteiligten zielgerichtet abzuarbeiten", sagte "Lahnwellen"-Gründungsmitglied Daniel Sticher.

Derweil arbeitet die Truppe unter anderem daran, das Flusswellen-Surfen schulsporttauglich zu machen. Dazu habe man sich bereits ans Kultusministerium gewandt, berichtete Initiator Schmidt. Das Anliegen sei, "Surfen möglichst vielen Menschen zu ermöglichen und eine Welle für Jedermann zu realisieren. Dazu zählt selbstverständlich auch die Schülerschaft".

Flusswellen-Projekte gibt es bereits in anderen deutschen Städten. Nach jahrelanger Planung wurde vor kurzem in Nürnberg eine künstliche Woge in der Pegnitz eröffnet.

© dpa-infocom, dpa:220409-99-857391/2

dpa