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Panorama Poseck: Arbeit in Häuser des Jugendrechts wirkt
Mehr Hessen Panorama Poseck: Arbeit in Häuser des Jugendrechts wirkt
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13:01 18.07.2022
Roman Poseck (CDU), Justizminister von Hessen, stellt im Haus des Jugendrechts in Frankfurt-Höchst eine Bilanz zur Entwicklung der Einrichtung vor.
Roman Poseck (CDU), Justizminister von Hessen, stellt im Haus des Jugendrechts in Frankfurt-Höchst eine Bilanz zur Entwicklung der Einrichtung vor. Quelle: Boris Roessler/dpa
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Frankfurt/Main (dpa/lhe)

Hessens Justizminister Roman Poseck (CDU) sieht in den landesweit sieben Häusern des Jugendrechts ein Erfolgsrezept. Diese seien ein «zentraler Baustein der Sicherheitsarchitektur», sagte er in Frankfurt. Dort wurde am Montag eine Studie vorgestellt, wonach Jugendliche und Heranwachsende, die zwischen 2016 und 2019 in einer Einrichtung im Stadtteil Höchst betreut wurden, weniger oft rückfällig wurden als solche in anderen Stadtteilen, für die in diesem Zeitraum kein Haus des Jugendrechts zuständig war.

Die Untersuchung zeige, dass die Arbeit wirke, sagte Poseck. In den Häusern des Jugendrechts arbeiten Vertreter etwa von Polizei, Staatsanwaltschaft und Jugendgerichtshilfe unter einem Dach zusammen.

Konkret ging es in der Studie um zwei Probandengruppen, die laut den Angaben etwa hinsichtlich Alter, Geschlecht oder ihrer Delikte vergleichbar sind: 103 junge Menschen aus dem Zuständigkeitsbereich des Hauses in Höchst und 70 Jugendliche und Heranwachsende aus dem Frankfurter Osten. Den Ergebnissen zufolge wurden bei 70 Prozent der Betreuten aus der Einrichtung in Höchst keine neue Straftat bekannt; dagegen waren es bei der anderen Gruppe ohne diese besondere Betreung nur 41 Prozent.

Insgesamt gibt es sechs Häuser des Jugendrechts im Land: neben Frankfurt-Höchst zwei weitere in Frankfurt sowie in Kassel, Offenbach und in Wiesbaden. Dazu kommt seit vergangenem Jahr ein virtuelles Haus des Jugendrechts in Fulda. Eine zusätzliche Einrichtung in Hanau ist in Planung.