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Panorama Porträts von Ottilie W. Roederstein im Städel
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11:45 19.07.2022
Das Städel Museum am Mainufer.
Das Städel Museum am Mainufer. Quelle: Boris Roessler/dpa/Archivbild
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Frankfurt/Main/Hofheim am Taunus (dpa/lhe)

Das Frankfurter Städel Museum versucht sich an der Wiederentdeckung der Porträtmalerin Ottilie W. Roederstein (1859-1937). Die gebürtige Schweizerin war laut Städel Anfang des 20. Jahrhunderts «eine feste Größe im männlich dominierten Kunstbetrieb und setzte sich selbstbewusst über die vorherrschenden gesellschaftlichen Normen hinweg». Die Ausstellung «frei.schaffend», die an diesem Mittwoch eröffnet wird und bis 16. Oktober zu sehen ist, umfasst 75 Gemälde und Zeichnungen.

Nach ihrer Ausbildung in Zürich, Berlin und Paris lebte Roederstein ab 1891 in Frankfurt, ihr Atelier lag nur wenige Meter vom Städel entfernt. Ihre Werke fanden schon zu Lebzeiten Eingang in die Sammlung, 1902 erwarb das Städel Roedersteins Gemälde «Lesende alte Frau» - als erstes Werk einer zeitgenössischen Künstlerin. 1909 ließ sie sich mit ihrer Lebensgefährtin, der Gynäkologin Elisabeth H. Winterhalter, in Hofheim am Taunus nieder. «Heute ist die Malerin trotz ihrer regen Ausstellungstätigkeit und ihres einstigen Renommees einem größeren Publikum nahezu unbekannt», hieß es bei der Vorbesichtigung der Ausstellung am Dienstag.