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Panorama Sprengsatz an Auto: Hat Verdächtiger private Gründe?
Mehr Hessen Panorama Sprengsatz an Auto: Hat Verdächtiger private Gründe?
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16:23 27.04.2018
Polizeibeamte untersuchen den Ort, wo es zuvor auf einem schwarzen Auto eine Explosion gegeben hatte. Quelle: Stenzel/Wiesbaden112.de
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Wiesbaden

Wenige Stunden nach der Explosion eines Sprengsatzes an einem Auto in Wiesbaden hat die Polizei einen Tatverdächtigen gefasst. Gegen den 56-Jährigen werde wegen versuchten Totschlags ermittelt, teilte die Polizei in Wiesbaden am Freitag mit. Er sollte noch im Laufe des Tages vor den Haftrichter. Weitere Details zu seiner Person wollte die Polizei mit Verweis auf laufende Ermittlungen nicht bekannt geben.

Ein 46-jähriger Mann hatte am Morgen einen Gegenstand auf seinem Auto gefunden, der dann nach Polizeiangaben explodierte. Es habe sich um eine "unkonventionelle Sprengvorrichtung" gehandelt, sagte ein Polizeisprecher. Was es genau gewesen sei, müsse untersucht werden, Experten seien vor Ort. "Es handelte sich nicht um eine Bombe im klassischen Sinne", sagte der Sprecher. An dem geparkten Auto sei eine Delle in der Motorhaube entstanden, außerdem sei die Windschutzscheibe beschädigt worden.

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Der 46-Jährige verletzte sich bei der Explosion, verließ das Krankenhaus aber im Laufe des Freitags wieder. Er verletzte sich nach Polizeiangaben an der Hand und erlitt ein Knalltrauma.

Nach Angaben der Polizei ergaben die Ermittlungen, dass die Tat mutmaßlich auf ein persönliches Motiv zurückzuführen sei. Beamte durchsuchten die Wohnung und eine angemietete Garage des Verdächtigen, fanden dort aber keine weiteren Sprengmittel.

Die Polizei hatte den Bereich um das Auto weiträumig abgesperrt, weil sie zunächst nach eigenen Angaben nicht ausschließen konnte, dass sich dort mehr gefährliche Gegenstände befinden. Am Nachmittag gaben die Beamten Entwarnung: Am Tatort bestehe keine Gefahr mehr. Wegen der Spurensicherung blieb die Absperrung aber zunächst bestehen.

dpa