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Panorama Ambulante und stationäre Pflege: Kaum Covid-19-Infektionen
Mehr Hessen Panorama Ambulante und stationäre Pflege: Kaum Covid-19-Infektionen
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16:02 25.03.2020
Eine Pflegerin geht mit einer Bewohnerin des Pflegeheims und einem Rollator über den Flur. (Aufnahme mit Zoomeffekt). Quelle: Tom Weller/dpa/Archivbild
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Frankfurt/Wiesbaden/Hofgeismar

Trotz steigender Infektionszahlen durch das Coronavirus in Hessen sind Pflegeheime und ambulante Pflegedienste bisher kaum betroffen. "Aktuell wurde uns nur eine Handvoll Fälle angezeigt sowohl ambulant als auch stationär", sagte Michael Greiner, Geschäftsstellenleiter Mitte des Landesverbands Ambulante Dienste und Stationäre Einrichtungen (bad) in Frankfurt am Mittwoch. Daher sei man zuversichtlich, dass die Einrichtungen und Dienste die Empfehlungen der Behörden nahtlos umsetzten im engen Austausch mit Pflegebedürftigen und Angehörigen.

Während das Pflegeangebot gesichert ist, gebe es Veränderungen auf der Nachfrageseite: Aus Angst vor Infektionen versuchten einige Pflegebedürftige Leistungen in Bereich soziale Betreuung und Versorgung herunterzufahren oder kurzzeitig auf Angehörige zu übertragen. Ein Problem, dass osteuropäische Pflegekräfte wegen Covid-19 Deutschland verließen und deshalb den Pflegediensten Mitarbeiter in größeren Umfang fehlten, sei nicht bekannt.

Laut dem Statistischen Landesamt waren zuletzt 206 000 Menschen in privaten Haushalten pflegebedürftig. Zwei Drittel davon wurden durch selbst organisierte Pflegehilfen versorgt, ein Drittel durch ambulante Pflegedienste. 55 700 leben in Pflegeheimen. Die Zahl der Covid-19-Infektionen in stationären Pflegeeinrichtungen wird nicht gesondert vom Land erfasst. Solange es keine Häufungen gebe, lägen solche Fälle in der Zuständigkeit der Gesundheitsämter, sagt eine Sprecherin des hessischen Sozialministeriums.

Bisher sind es eher Einzelfälle: Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) mit 39 vollstationären Einrichtungen in Hessen registrierte nur die Infektion einer Betreuerin im Lahn-Dill-Kreis - und keine infizierten Bewohner. Im Bezug auf die Gesamtsituation der Pflegeeinrichtungen sagt DRK-Sprecherin Gisela Prellwitz daher: "Es ist noch alles gut, wie es weitergeht, können wir aber nicht wissen."

Besuche sind in den Einrichtungen nur noch im Ausnahmefall möglich, beispielsweise bei Sterbefällen oder wenn der Hausarzt komme. Die Regelungen stießen auf Verständnis. "Die Angehörigen sind sehr kooperativ", erklärt Prellwitz. Einige Bewohner litten allerdings unter der Situation. Die Pflegekräfte seien ausgebildet, auf Ängste einzugehen. Auch das DRK hat keine Personalprobleme.

Coronafrei ist bisher die Evangelische Altenhilfe Gesundbrunnen mit 16 Standorten in Nord- und Osthessen. Theoretisch seien Besuche der Bewohner für eine Stunde am Tag möglich. In der Praxis sei der Publikumsverkehr aber vielerorts komplett eingeschränkt, sagte Sprecherin Christiane Gahr in Hofgeismar. "Medizinische Therapien werden weiter durchgeführt, allerdings kommen die Therapeuten in Schutzkleidung."

Die Senioren würden die Situation bisher meist gelassen nehmen. "Momentan ist man in einem deutschen Altenheim auch gut aufgehoben", erklärt Gahr. Die Einrichtungen hätten Erfahrungen mit ähnlichen Situationen durch andere Krankheiten. "Sobald es einen Verdachtsfall gibt, ändert sich natürlich die Lage, aber das heißt nicht, dass es Zustände wie in Italien gibt."

In Hessen lag die Zahl der bestätigten Corona-Fälle lag am Mittwoch (Stand 14.00 Uhr) bei 1909. Damit gab es 292 mehr Infizierte als am Vortag. Die Zahl der Todesfälle, die auf den Erreger Sars-CoV-2 zurückgeführt werden, stieg auf sechs.

dpa

Ein Brand in der Bad Nauheimer Kerckhoff-Klinik hat am Mittwochmorgen einen größeren Feuerwehreinsatz ausgelöst. Kurz vor 7.00 Uhr hatten Zeugen eine Rauchentwicklung im Bereich eines Magnetresonanztomographen (MRT) gemeldet, teilte die Polizei mit.

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In Hessen haben sich weitere Menschen mit dem Coronavirus angesteckt. Die Zahl der bestätigten Fälle lag am Mittwoch (Stand 14.00 Uhr) bei 1909, wie das Sozialministerium in Wiesbaden mitteilte.

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Sieben Abiturienten aus dem Hochtaunuskreis müssen ihre Prüfungen wegen eines Covid-19-Verdachtsfalls unterbrechen und in häusliche Isolation. Eine Schülerin, die mit einer inzwischen positiv getesteten Person Kontakt hatte, habe typische Symptome der Lungenkrankheit gezeigt und noch am Dienstagabend von Zuhause die Schule informiert, wie der Kreisausschuss Hochtaunuskreis am Mittwoch mitteilte.

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