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Panorama Passanten bei Tempo 100 getötet: Fahrer soll in Psychiatrie
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16:35 02.11.2021
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Frankfurt/Main

Die Staatsanwaltschaft beantragte, den 39-Jährigen in der Psychiatrie unterzubringen. Hintergrund sei eine schizophrene Erkrankung des Beschuldigten, die ihn schuldunfähig mache.

Bei dem Unfall am 13. Februar im Stadtteil Sachsenhausen wurden zwei Männer im Alter von 31 und 49 Jahren so schwer verletzt, dass sie kurz darauf starben. Eine Frau mit einem Kleinkind kam mit dem Schrecken davon. Anschließend verlor der Autofahrer die Kontrolle über sein Fahrzeug, das sich überschlug und auf dem Dach liegenblieb. Der Fahrer wurde erheblich verletzt, versuchte allerdings trotzdem zu flüchten.

Zeugen hielten den Mann bis zum Eintreffen der Polizei fest. Nach seiner Festnahme erzählte er von "inneren Stimmen", die ihm die Schnellfahrt befohlen hätten. Er wurde daraufhin vorläufig in einer psychiatrischen Klinik untergebracht.

Am ersten Verhandlungstag wurde lediglich die Antragsschrift der Staatsanwaltschaft verlesen. Der Beschuldigte äußerte sich noch nicht zu dem zweifachen Totschlagsvorwurf, weil sein Verteidiger verhindert war und lediglich einen Vertreter geschickt hatte. Die Schwurgerichtskammer hat vorerst fünf weitere Verhandlungstage bis Ende November terminiert. Im Mittelpunkt der Beweisaufnahme wird das Gutachten des psychiatrischen Sachverständigen stehen.

© dpa-infocom, dpa:211102-99-836302/2

dpa