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Panorama Vor dem Dom und unter freiem Himmel: Musical "Bonifatius"
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15:32 23.08.2019
Auf der vor dem bunt beleuchteten Dom aufgebauten Bühne wird für das Musical «Bonifatius» geprobt. Quelle: CHRISTIAN TECH PHOTOPLUSGRAPHIC
Fulda

Unter freiem Himmel und vor historischer Kulisse ist in Fulda eine Neuinszenierung des Musicals "Bonifatius" auf die Bühne gekommen. Rund 4500 Zuschauer auf dem Domplatz verfolgten das Stück über den als "Apostel der Deutschen" bekannten Missionar. Das Publikum zeigte sich von der Aufführung begeistert.

Die Produktionsfirma Spotlight ("Die Päpstin", "Der Medicus") präsentiert das Musical noch bis bis zum 28. August vor dem Fuldaer Dom. Für das Millionen-Projekt zum Stadtjubiläum 1275 Jahre Fulda wurde eine mehr als 50 Meter breite und 18 Meter hohe Bühne errichtet. Darauf wirkten rund 30 Schauspieler, 50 Orchestermusiker und ein 130-köpfiger Chor mit. Inszeniert wird das Stück von Regisseur Stefan Huber.

Bei der Aufführung setzten die Macher auf viele optische Effekte - indem großformatige Lichteffekte an die Fassade des Doms hinter der Bühne projiziert wurden, mal bunt gepixelt, oder Wälder, Wolken, Sterne und Flammen. Das Kreativteam um Produzent Peter Scholz sorgte auch für pikante Szenen. So wurde eine Sauf- und Sexorgie von kirchlichen Würdenträgern gezeigt.

Zum Publikum zählten der Fuldaer Bischof Michael Gerber und dessen Vorgänger Heinz Josef Algermissen als Premierengäste. Das zuweilen frivole Treiben auf der Bühne kommentierte Bischof Gerber zwar nicht, sagte aber: "In eindrucksvoller Weise wurde die Fassade des Domes in die Handlung mit einbezogen, so etwa in der Szene, als die Errichtung des Kreuzes am Ort Fulda vor genau 1275 Jahren dargestellt wurde." Besonders beeindruckt habe ihn auch die Darstellung von Bonifatius als gläubiger Christ und damit als jemand, der darum ringe, seine Überzeugungen leben zu können.

Bonifatius genießt in Osthessen und besonders in Fulda als Bistumspatron große Bedeutung. Er lebte von 673 bis 754 und beauftragte die Gründung des Klosters Fulda durch seinen Schüler Sturmius. Das Kloster gilt als Keimzelle für die Entstehung der Stadt. Die Gebeine des heiligen Bonifatius liegen im Dom begraben.

dpa

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