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Panorama Nicht mehr, aber intensiverer Cannabis-Konsum in Pandemie
Mehr Hessen Panorama Nicht mehr, aber intensiverer Cannabis-Konsum in Pandemie
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08:46 21.03.2021
Ein Mann raucht in einem Coffee Shop in Maastricht einen Joint mit Marihuana.
Ein Mann raucht in einem Coffee Shop in Maastricht einen Joint mit Marihuana. Quelle: picture alliance / Oliver Berg/dpa/Archivbild
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Frankfurt/Main

2019 war Kiffen bei Jugendlichen deutlich weniger verbreitet als in den Vorjahren. "Nur noch jede und jeder dritte Jugendliche gab an, mindestens einmal im Leben Cannabis konsumiert zu haben", heißt es im jüngsten "Monitoring System Drogentrends" (MoSyD). Die Bereitschaft, Cannabis auszuprobieren, erreichte den Wissenschaftlern zufolge sogar "ihren Tiefstwert seit Beginn der Befragung im Jahr 2002".

Bernd Werse vom Centre for Drug Research glaubt nicht, dass während Corona mehr Jugendliche angefangen haben zu kiffen. Im Lockdown habe es nicht nur weniger Treffen und damit weniger Anlässe gegeben, sondern auch weniger Gelegenheiten. Allerdings deute vieles auf eine Intensivierung hin: "Wer schon vorher Cannabis konsumiert hat, hat seinen Konsum gesteigert", sagte Werse.

Die Polizei hat bisher keine Zunahme des Cannabis-Konsums registriert. "Mit Blick auf die Corona-Pandemie dürfte dies unter anderem mit dem geringeren Personenaufkommen in der Öffentlichkeit zusammenhängen", sagte ein Polizeisprecher in Frankfurt.

© dpa-infocom, dpa:210321-99-907774/2

dpa