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Panorama Neuer Bahnansager aus Hessen: 20 Millionen Hörer täglich
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16:12 07.01.2020
Heiko Grauel spricht in das Aufnahme Mikrofon. Quelle: Andreas Arnold/dpa/Archivbild
Frankfurt/Main

Noch in diesem Jahr wird der neue Bahnansager in seiner hessischen Heimat zu hören sein: Heiko Grauel aus Dreieich (Landkreis Offenbach) ist die neue Stimme der Deutschen Bahn. Seit kurzem erschallen automatische Durchsagen des 45-Jährigen aus Lautsprechern in Wolfsburg und Stuttgart, wie die Bahn am Dienstag mitteilte. Nach und nach sollen weitere Städte und Regionen hinzukommen, bis in knapp drei Jahren alle rund 5700 deutschen Bahnhöfe umgestellt sind. In diesem Jahr sind auch Frankfurt und Umgebung an der Reihe.

Grauel sagte, er sei "sehr gespannt, wie es klingen wird", wenn er am Bahnhof zu hören sei. Der 45-Jährige hatte sich unter Hunderten Mitbewerbern durchgesetzt und vergangenes Jahr in einem Frankfurter Tonstudio mehr als 14 000 einzelne Zeilen eingesprochen. Für ihre automatischen Durchsagen zum Rauchverbot und Zugeinfahrten führt das Unternehmen zugleich eine neue Software ein, die die von Grauel in tagelanger Arbeit eingesprochenen Sätze zerhackt und sie zu einer beliebigen Anzahl neuer Wörter zusammenfügen kann.

Die Ansagen sollen so nicht mehr künstlich und zerhackt, sondern flüssig klingen, sagte Daniel Labahn, Leiter des Projekts Reisendeninformation bei den Personenbahnhöfen. Zudem werde die Bahn flexibler bei den Inhalten. Dasselbe Verfahren wird unter anderem auch für digitale Assistenten wie Amazons Alexa oder Apples Siri benutzt. Die Bahn stellt zudem sukzessive die Anzeigen an den Bahnsteigen um - sie sollen übersichtlicher werden - und arbeitet daran, Widersprüche bei der Information zwischen Internet-Apps und Durchsagen am Bahnhof zu vermindern.

Der Fahrgastverband Pro Bahn begrüßt das Vorhaben, das sehr komplex und langwierig sei, sagte Sprecher Karl-Peter Naumann. "Das sollte man aber auch richtig machen, dass es dann auch wirklich funktioniert." Momentan fehle oft Verlässlichkeit. Ein Auskunftssystem sei nur so gut wie die Informationen, die eingespeist würden. Im besten Falle wären auch alle lokalen und regionalen Verkehrsunternehmen integriert. Dies wäre allerdings eine staatliche Aufgabe, die auf Bundesebene angegangen werden müsse, sagte Naumann.

Der professionelle Sprecher Grauel, dessen Stimme sonst auf Hörbüchern oder in Fernseh-Dokus zu hören ist, wird für die Bahn zwangsläufig künftig auch negative Botschaften verkünden wie etwa Zugausfälle und Verspätungen. Er hoffe, dass seine Stimme "in einer sympathischen Art und Weise" den Reisenden dann mit Informationen über Anschlusszüge und andere Lösungen weiterhelfen könne, sagte der 45-Jährige.

Auf bis zu 20 Millionen Hörer wird er künftig täglich kommen, denn so viele Reisende und Bahnhofsbesucher zählt das Unternehmen bundesweit. Ausgewählt wurde der Hesse, da seine Stimme nach Einschätzung einer Jury am verständlichsten trotz Hintergrundgeräuschen war. Die endgültige Entscheidung traf der Bahnvorstand.

Normalerweise höre er sich als Sprecher im Fernsehen oder Radio, und nicht einfach so, wenn er unterwegs sei. "Ich vermute mal, man wird in sich hineingrinsen und denken "Mein Gott, das bin ich ja ich!"". Den Job bekommen zu haben sei ein "sehr schönes Gefühl und ein erhebendes Gefühl".

dpa

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