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Panorama Zukunft Städtische Bühnen: Hartwig unterstützt neue Variante
Mehr Hessen Panorama Zukunft Städtische Bühnen: Hartwig unterstützt neue Variante
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12:12 10.06.2020
Foyer von Schauspiel (l) und Oper sind am Abend hell erleuchet. Ein Neubau der Städtischen Bühnen käme Frankfurt billiger als eine Sanierung. Quelle: Arne Dedert/dpa/Archivbild
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Frankfurt

In die Diskussion um den künftigen Standort der Städtischen Bühnen ist Bewegung gekommen. Wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" am Mittwoch berichtete, könnten nach einer neuen Variante Schauspiel und Oper ihren Standort in der Frankfurter Innenstadt behalten und prägende Elemente einer Kulturmeile werden. Demnach sei die Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) bereit, einen Teil des Grundstücks an der Neuen Mainzer Straße abzugeben, auf dem sich derzeit der Hauptsitz der Frankfurter Sparkasse befindet.

Dort würde die Oper errichtet werden, das Schauspiel bliebe, neugebaut, am bisherigen Standort. Kulturdezernentin Ina Hartwig (SPD) sprach am Mittwoch von einer "besonders vielversprechende Lösung", da Wallanlage somit als Kulturmeile ausgebaut werden könne. "Schon jetzt zeigt sich mit dem MMK Tower, wie belebend kulturelle Nutzungen auf das städtische Umfeld der Hochhäuser wirken", erklärte Hartwig.

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Diese Kulturmeile würde mit dem Jüdischen Museum beginnen, gefolgt vom Schauspiel am Willy-Brandt-Platz, dem MMK Tower, der Oper, der neuen Dependance des Weltkulturen Museums und, als Schlusspunkt, der Alten Oper. Ein weiterer Vorteil sei, dass die teure und komplexe Interimslösung für die Oper eingespart werden könnte, sagte die Kulturdezernentin.

Derzeit sind Oper und Schauspiel in einer Doppelanlage am Willy-Brand-Platz untergebracht. In der Debatte um die Zukunft der Städtischen Bühnen entschied sich das Stadtparlament im Januar für einen Neubau. Verschiedene Varianten werden diskutiert. Beispielsweise die sogenannte Spiegellösung, bei der die Oper am Standort Schauspiel und das Schauspiel schräg gegenüber entstehen würde. Die CDU-Koalition im Römer unterstützte zuletzt einen Theaterneubau auf dem Raab-Karcher-Gelände am Osthafen. Eine Entscheidung gibt es noch nicht.

Bei dem Deal mit dem Heleba-Konzern würde die Stadt laut FAZ im Gegenzug Baurecht für einen 170 bis 200 Meter hohen Turm gewähren. Diese hätte finanzielle, städtebauliche und funktionale Vorteile. "Sie müsste wenig oder kein Geld für den Kauf eines Grundstücks aufwenden, sondern würde gewissermaßen mit der Schaffung von Baurecht zahlen", hieß es in dem Artikel. Aktuell sehe der Hochhausrahmenplan für das Bankenviertel an dieser Stelle einen 130 Meter hoher Turm vor.

dpa