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Panorama Ungewöhnliche Lichter am Himmel keine Ufos
Mehr Hessen Panorama Ungewöhnliche Lichter am Himmel keine Ufos
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15:51 08.01.2020
Frankfurt

Nicht nur Mond und Sterne, auch eine Reihe mysteriöser Lichtpunkte erleuchten seit einigen Monaten immer wieder die Nacht. Wie eine Perlenkette ziehen sich die Punkte über den Himmel. Dabei handelt es sich nicht um Ufos, sondern um Satelliten, die für schnelles Internet sorgen sollen, wie Experten erklären. Am Dienstag wurden nach Angaben der US-Raumfahrtfirma SpaceX zum dritten Mal seit Mai 60 Flugobjekte in der Erdumlaufbahn ausgesetzt.

Seit Mai starteten insgesamt dreimal 60 Flugobjekte mit einer Trägerrakete ins Weltall und wurden in der Erdumlaufbahn ausgesetzt. "Die Satelliten sind nach dem Start relativ eng beieinander, sehr niedrig und deswegen sehr auffallend für gelegentliche Beobachter", erklärte Rainer Kresken von der Starkenburg-Sternwarte im südhessischen Heppenheim.

Die Satelliten werden durch die untergehende Sonne am Horizont angestrahlt. Je höher sie steigen, desto weniger sind sie sichtbar. Auch die Perlenketten-Struktur löse sich mit der Zeit auf und sei nur von kurzer Dauer, sagte ein Sprecher des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt.

"Außerirdische sind das. Sie bewegen sich außerhalb der Erdumlaufbahn", witzelte Hansjürgen Köhler vom Centralen Erforschungsnetz außergewöhnlicher Himmelsphänomene (Cenap) am Dienstag. Die Gruppe hat es sich zur Aufgabe gemacht, Berichte über Himmelsphänomene zu prüfen und setzt sich zum Beispiel kritisch mit Berichten über angebliche Ufo-Sichtungen auseinander.

Die ungewöhnliche Lichterkette am Himmel sei für viele irritierend. "Die Mehrheit der Leute wissen nicht, was das ist", sagte Köhler der Deutschen Presse-Agentur. Deswegen stehe die Hotline der Meldestelle seit einigen Monaten an manchen Abenden nicht mehr still - es gebe teilweise bis zu 60 Anrufe. Dabei gebe es auch Ängste vor einer möglichen Invasion von Außerirdischen, so Köhler.

Insgesamt sollen innerhalb des SpaceX-Projekts "Starlink" 12 000 Satelliten ins All geschickt werden. Geplant sei schnelles Internet, auch an den entlegensten Orten. "Man kriegt auch in der Sahara Katzenvideos", erzählt Kresken. Die Menge an Satelliten sorge allerdings auch für Probleme. Je mehr in der Umlaufbahn fliegen, desto höher werde das Risiko von Kollisionen. Die Satelliten stören zudem astronomische Forschung, wie zum Beispiel die Beobachtung des Sternenhimmels, sagte Kresken.

dpa

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