Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Panorama Nach mutmaßlichem Bombenfund: Entschärfung Anfang Dezember
Mehr Hessen Panorama Nach mutmaßlichem Bombenfund: Entschärfung Anfang Dezember
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:44 09.11.2021
Ein Absperrband wird vor einem Polizeiwagen ausgerollt.
Ein Absperrband wird vor einem Polizeiwagen ausgerollt. Quelle: David Inderlied/dpa/Illustration
Anzeige
Fulda

Nach einem mutmaßlichen Bombenfund in Petersberg bei Fulda rüsten sich Behörden und Polizei für die Entschärfung von zwei Fliegerbomben. Dafür sei am 1. Dezember eine Evakuierung in Teilen von Petersberg nötig, teilten die Stadt Fulda, die Gemeinde Petersberg sowie das Polizeipräsidium Osthessen am Dienstag mit. Die Maßnahmen, von denen rund 1200 Menschen betroffen seien, sollten an dem Tag um 8.30 Uhr beginnen und voraussichtlich mindestens zehn Stunden andauern, hieß es.

Bei einer Kampfmittelsondierung am Rauschenberg in Petersberg seien mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit zwei Fliegerbomben aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden. Das betroffene Gebiet werde seit Januar dieses Jahres auf Kampfmittelreste aus dem Zweiten Weltkrieg untersucht. Nachdem in den vergangenen Wochen mehrmals kleinere Kampfmittel wie Wurfgranaten oder Stabbrandbomben gefunden worden seien, stehe nun eine wesentlich größere und "ungleich gefährlichere Entschärfungsaktion" an, hieß es. Mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit gehe es um zwei tiefer liegende Fliegerbomben, die möglicherweise mehrere Hundert Kilo schwer seien und eine enorme Sprengkraft hätten. Sie sollten am 1. Dezember gemeinsam mit Experten des für Kampfmittelräumung zuständigen Regierungspräsidiums Darmstadt freigelegt werden.

Vorsichtshalber müsse ein Radius von 750 Metern rund um die Fundorte evakuiert werden. Die rund 1200 betroffenen Bewohnerinnen und Bewohner innerhalb des Radius müssten ihre Häuser und Wohnungen verlassen. Auch Gewerbebetriebe, Kindertagesstätten, Vereinsheime innerhalb des Radius dürften an diesem Tag nicht betreten werden. Für die Betroffenen sei eine Betreuungsstelle im Gemeindezentrum Künzell eingerichtet. Sollte sich die Entschärfung bis zum nächsten Tag hinziehen, seien dort auch Übernachtungsmöglichkeiten vorhanden. Um die Menschen nach Künzell zu bringen, werden Busse bereitgestellt. Fragen rund um das Thema werden über ein Bürgertelefon beantwortet.

Betroffen seien zudem mehrere Schulen, die zwar nicht im Evakuierungsradius lägen, aber wegen der erwarteten Verkehrsbehinderungen an dem Tag der Entschärfung geschlossen bleiben und stattdessen Distanzunterricht anbieten. Für weitere Informationen wurden die Eltern gebeten, sich an die jeweiligen Schulleitungen zu wenden. Zudem werde ein Abschnitt der Autobahn 7 zwischen den Anschlussstellen Fulda-Nord und Fulda-Mitte gesperrt, darüber hinaus müssen sich Autofahrer auf weitere Straßensperrungen einstellen. Auch die Bahnstrecke Frankfurt-Göttingen werde gesperrt. "Die Deutsche Bahn wird über ihre Kanäle informieren, welche Zugverbindungen dadurch eingeschränkt werden", hieß es.

© dpa-infocom, dpa:211109-99-924908/3

dpa