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Panorama Mordprozess um Knochenfunde im Müll vor dem Abschluss
Mehr Hessen Panorama Mordprozess um Knochenfunde im Müll vor dem Abschluss
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17:11 23.03.2021
Eine Bronzeplastik der römischen Göttin der Gerechtigkeit, Justitia.
Eine Bronzeplastik der römischen Göttin der Gerechtigkeit, Justitia. Quelle: picture alliance/dpa/Symbolbild
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Frankfurt/Main

Konkret sind nach dem Schluss der Beweisaufnahme am 15. April die Plädoyers und am 16. April das Urteil geplant. Der Vorsitzende Richter am Landgericht Frankfurt erklärte am Dienstag, der 38-jährige Ehemann des Opfers könne weiterhin wegen Mordes aus Habgier verurteilt werden. Er habe sich womöglich mit der Tötung der 43-Jährigen zumindest in den Besitz der Wohnung der Frau in Frankfurt-Nied bringen wollen. Die wollte er, wie aus einem Chat-Verkehr nach dem Verschwinden der Frau hervorgeht, gemeinsam mit seiner neuen Freundin bewohnen.

Die Frau war im Oktober 2019 verschwunden und von dem deutschen Angeklagten als vermisst gemeldet worden. Einige Wochen später wurden nach akribischer Suche der Polizei auf einer Mülldeponie im Main-Taunus-Kreis Knochenreste sichergestellt, die zweifelsfrei von der vermissten Frau stammten. Der Angeklagte bestritt zunächst, etwas mit dem Tod der Frau zu tun zu haben. In dem seit Anfang Februar vor der Schwurgerichtskammer laufenden Prozess äußerte er sich überhaupt nicht mehr zu dem Mordvorwurf. Der Mann hatte nur wenige Tage nach dem Verschwinden der Ehefrau seine neue Freundin in der ehelichen Wohnung aufgenommen und sie mit Schmuckstücken der Verschwundenen beschenkt.

© dpa-infocom, dpa:210323-99-941135/2

dpa