Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Panorama Mordfall Julia: Verurteilter in Krankenhaus gestorben
Mehr Hessen Panorama Mordfall Julia: Verurteilter in Krankenhaus gestorben
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:58 31.03.2022
Ein Leuchtkasten mit einem roten Kreuz hängt vor der Notaufnahme eines Krankenhauses.
Ein Leuchtkasten mit einem roten Kreuz hängt vor der Notaufnahme eines Krankenhauses. Quelle: Julian Stratenschulte/dpa/Symbolbild
Anzeige
Wetzlar

Zur genauen Todesursache wurde nichts bekannt. Zuvor hatten mehrere Medien über den Fall berichtet.

Das Landgericht Gießen hatte im Mai 2003 den damals 35-Jährigen, der während des Indizienprozesses geschwiegen hatte, unter anderem wegen Mordes zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt. Die Richter sahen es als erwiesen an, dass der Mann die Achtjährige aus dem mittelhessischen Biebertal in seinem Keller getötet hatte, um einen vorher versuchten sexuellen Missbrauch zu verdecken. Ob das Mädchen vor seinem Tod am 29. Juni 2001 tatsächlich missbraucht wurde, konnte das Gericht allerdings nicht mehr klären. Die verbrannte Leiche des Kindes war bei Niddatal gefunden worden.

Als wichtiges Indiz nannte der Vorsitzende Richter Gen-Spuren Julias an einem Teppichboden, den der Angeklagte in seinem Keller hatte anzünden wollen. Dabei zog er sich schwere Brandverletzungen zu.

© dpa-infocom, dpa:220331-99-746237/3

dpa