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Panorama Freisprüche nach filmreifen Geldtransporter-Überfällen
Mehr Hessen Panorama Freisprüche nach filmreifen Geldtransporter-Überfällen
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17:13 09.05.2019
Eine modellhafte Nachbildung der Justitia. Quelle: Volker Hartmann/Archivbild
Gießen

Mehrere Jahre nach spektakulären Überfällen auf Geldtransporter in Berlin und Hessen hat das Landgericht Gießen zwei Männer von den Tatvorwürfen freigesprochen. Auch nach 25 Prozesstagen mit einer aufwendigen Beweisaufnahme hätten die beiden 53-Jährigen nicht zweifelsfrei als Täter überführt werden können, begründete der Vorsitzende Richter am Donnerstag die Urteile. Die verstrichene Zeit seit den Überfällen, Widersprüche sowie Erinnerungslücken von Zeugen ergaben demnach nicht das für eine Verurteilung erforderliche klare Bild der Ereignisse: "Die Anzahl der weißen Puzzleteile ist zu hoch."

Die zwei Überfälle liegen bereits gut 20 Jahre zurück. Im März 1999 wurde zunächst in Berlin ein Geldtransporter überfallen, im Oktober 2002 dann ein Fahrzeug bei Alsfeld (Vogelsbergkreis). Die Überfälle waren filmreif: Maskierte Räuber blockierten laut Anklage mit Fahrzeugen die Straße und zwangen das Wachpersonal mit Waffengewalt aus den Transportern.

In Berlin sollen Schüsse abgefeuert und ein Sicherheitsmann vermutlich durch einen umherfliegenden Metallsplitter verletzt worden sein. In Hessen hatten die Täter eine Panzerfaust und eine Maschinenpistole dabei. Dort soll mindestens zehnmal auf den Geldtransporter geschossen worden sein. Verletzte gab es nicht. Die Beute soll insgesamt etwa 600 000 Euro betragen haben.

Die Staatsanwaltschaft ging von mehreren Tätern aus - darunter die beiden Angeklagten aus Berlin. Die Ermittler hatten diese erst im Jahr 2017, nach der erneuten Analyse von Gen-Spuren, als Verdächtige gefasst. Diese DNA-Spuren waren nach Angaben des Vorsitzenden Richters an einer Maske und in einem Auto sichergestellt worden. Doch bei der einen Spur habe es sich nur um einen Hautpartikel eines Angeklagten gehandelt - was in der Gesamtschau zu wenig sei. Bei den anderen DNA-Spuren könne eine Vermischung nicht ausgeschlossen werden.

Die Angeklagten hatten die Vorwürfe nach Angaben der Staatsanwaltschaft nicht eingeräumt und geschwiegen. Der Anklagevertreter hielt die Männer zumindest für teilweise überführt - er hatte Freiheitsstrafen zwischen sieben und zehneinhalb Jahren Haft gefordert. Die Verteidigung hatte auf Freispruch plädiert. Die Urteile sind noch nicht rechtskräftig.

dpa

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