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Panorama Ludwigshafener Stadtrat beschließt Abriss von Hochstraße Süd
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16:38 09.12.2019
Rote Netze an der Unterseite der Hochstraße Süd in Ludwigshafen. Quelle: Uwe Anspach/dpa/Archivbild
Ludwigshafen

Der Stadtrat von Ludwigshafen hat einstimmig den Abriss der einsturzgefährdeten Hochstraße Süd beschlossen. Bei der Sitzung am Montag beauftragte das Gremium mit großer Mehrheit zudem die Kommune mit der Planung eines Neubaus. Der entsprechende Auftrag könnte möglicherweise noch vor Weihnachten vergeben werden. Wann genau der Abriss der auf pilzförmigen Stützen ruhenden Straße beginnen kann, gilt als unklar. Es wird aber damit gerechnet, dass die Demontage spätestens Ende 2020 abgeschlossen sein könnte.

Nach Angaben von Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck (SPD) steht die Finanzierung. Das Land Rheinland-Pfalz habe Unterstützung zugesagt, weitere Mittel sollen vom Bund kommen. Die Gesamtkosten werden auf mehr als 15 Millionen Euro geschätzt. Für den eigentlichen Abriss werden demnach 8,5 Millionen Euro genannt, der Restbetrag entfällt auf andere Arbeiten.

Mit der ursprünglich ab 2023 geplanten Sanierung der Hochstraße Nord soll gewartet werden, bis eine neue Süd-Trasse zur Verfügung steht, wie es am Montag hieß. Beobachter sprachen von einer teilweise emotionalen Diskussion im Stadtrat.

Wegen Rissen in der Konstruktion war die wichtige Hochstraße Süd Ende August gesperrt worden. Zuvor rollten darüber täglich etwa 60 000 Fahrzeuge. Am 22. November wurden die Sperrungen ausgeweitet, seither darf unter der Straße kein Verkehr mehr unterwegs sein, was auch Straßenbahnen betrifft. Die Süd-Trasse (B37) gilt mit der ebenfalls maroden Hochstraße Nord (B44) als wichtige Verkehrsachse der Region.

In Ludwigshafen sitzt unter anderem der Chemieriese BASF, zudem ist die zweitgrößte Stadt in Rheinland-Pfalz mit rund 170 000 Einwohnern eine wichtige Verbindung nach Baden-Württemberg und Hessen.

Einsturzgefährdet ist dem Vernehmen nach ein etwa 500 Meter langer Teil der Hochstraße Süd. Wegen des Abrisses sei die Stadt im Kontakt mit drei Fachfirmen, hieß es. Angebote könnten zeitnah eingehen.

dpa

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