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Panorama Literaturkritiker und Autor Wilfried F. Schoeller gestorben
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17:10 07.01.2020
Berlin/Frankfurt/Main

Der promovierte Germanist und Historiker war ab 1972 Literaturredakteur beim Hessischen Rundfunk und setzte sich dort vor allem für die Vermittlung ostdeutscher Autoren wie Uwe Johnson, Franz Fühmann, Wolfgang Hilbig, Volker Braun oder Christa Wolf an das westdeutsche Publikum ein.

hr-Intendant Manfred Krupp würdigte Schoellers Wirken. "Sein breites Wissen über Fachgrenzen hinaus, seine Neugier, sein tiefgründiger Humor und sein stets zugewandter Austausch mit dem Publikum waren beispielhaft", teilte er mit.

Der 1941 in Illertissen (Bayern) geborene Schoeller erhielt 1990 den Alfred-Kerr-Preis für Literaturkritik. Von 2002 bis 2009 war er Generalsekretär des PEN-Zentrums Deutschland. Von 1995 an moderierte er beim Erlanger Poetenfest.

Zu Schoellers wichtigsten Werken gehören Arbeiten über Heinrich Mann, Theodor W. Adorno und Michail Bulgakow sowie die Biografien von Alfred Döblin und Franz Marc. Er war Herausgeber des Gesamtwerkes von Oskar Maria Graf, dessen Nachlass er auch verwaltete, und Mitherausgeber der Tagebücher von Klaus Mann. Auch schrieb er zahlreiche Hörspiele und Fernseh-Drehbücher, für die er mehrfach ausgezeichnet wurde. Zuletzt war er Kurator von Ausstellungen der Autoren Hubert Fichte und Warlam Schalamow.

Schoeller, Vater des Fotografen Martin Schoeller und der Regisseurin Bettina Schoeller-Bouju, war in zweiter Ehe mit der Übersetzerin und Lektorin für russische und osteuropäische Literatur Christina Links verheiratet.

dpa

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