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Panorama Lebenslange Freiheitsstrafen gegen Mutter und Sohn bestätigt
Mehr Hessen Panorama Lebenslange Freiheitsstrafen gegen Mutter und Sohn bestätigt
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14:06 19.07.2022
Eine Statue der Justitia steht unter freiem Himmel.
Eine Statue der Justitia steht unter freiem Himmel. Quelle: Arne Dedert/dpa/Symbolbild
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Darmstadt/Karlsruhe (dpa/lhe)

Zwei vom Landgericht Darmstadt verhängte lebenslange Freiheitsstrafen wegen Mordes gegen eine Mutter und ihren Sohn sind rechtskräftig. Der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe hat die Urteile nun bestätigt und damit die von beiden eingelegte Revision verworfen. Im August 2016 hatte der heute 27 Jahre alte Mann nach Ansicht der Richter auf Weisung seiner Mutter (51) eine 55 Jahre alte Frau erstickt, die in der Frankfurter Wohnung der beiden wohnte. Die Leiche hatten die Verurteilten, die Deutsche sind, in einem Regenüberlaufbecken bei einem Möbelhaus abgelegt.

Die Getötete hatte einige Jahre bei Mutter und Sohn gewohnt. «Es war ein Mord nach jahrelanger Erniedrigung, Demütigung und Quälerei», hatte 2021 der Vorsitzende Richter in Darmstadt gesagt. Das Opfer musste in der Küche wohnen und wurde von Mutter und Sohn aus nichtigen Anlässen regelmäßig misshandelt. 2016 sei man ihrer überdrüssig geworden. Als sie nicht auszog, habe man sie ermordet, so das Gericht.

Ein dritter, 25 Jahre alter Beschuldigter, der auch in der Wohnung gelebt hatte, war im Darmstädter Prozess wegen Körperverletzung mit Todesfolge zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Seine Strafe ist eine Jugendstrafe, da er 2016 noch nicht 21 Jahre alt war. Er und der Sohn hatten Geständnisse abgelegt. DNA des 25-Jährigen, die 2016 auf der Getöteten gesichert wurde, konnte erst 2019 ihm zugeordnet werden und so den Fall aufklären.