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Panorama Medizinischer Notfall: Polizei entlässt Lkw-Fahrer
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17:22 30.04.2019
Ein Polizeiauto fährt mit Blaulicht über eine Straße. Quelle: Karl-Josef Hildenbrand/Archivbild
Frankfurt

Die Polizei hat den Lkw-Fahrer, den sie am Montagabend bei Frankfurt festgenommen hatte, wieder freigelassen. Wie sich im Laufe der Ermittlungen herausstellte, hatte der 50-Jährige seinen Lkw wegen eines medizinischen Notfalls nicht unter Kontrolle, wie eine Polizeisprecherin am Dienstag sagte. "Er war nicht mehr Herr seiner Sinne." Nähere Details wollte sie nicht nennen. Der Mann leide unter einer Krankheit.

Am Montagabend war der 50-Jährige auf der A5 bei Frankfurt mit seinem Lkw in Schlangenlinien gefahren, mit der Mittelleitplanke kollidiert und langsam auf der linken Spur weitergefahren. Mehrere Streifenwagen hatten die Verfolgung aufgenommen. Sie stoppten ihn zunächst. Ein 41-jähriger Polizist ging der Sprecherin zufolge dann zum Führerhaus und öffnete die Tür, woraufhin der Fahrer versuchte, ihm ins Gesicht zu treten. Prompt habe er die Tür wieder geschlossen und sei auf den Beamten zugefahren. Dieser rettete sich mit einem Sprung über die Mittelleitplanke - in letzter Sekunde: "Das hätte richtig schlimm ausgehen können", sagte die Sprecherin der dpa.

Der 50-Jährige fuhrt erneut mit dem Lkw davon, schob den unbesetzten Streifenwagen 50 Meter vor sich her. Niemand verletzte sich.

Die Beamten sperrten die A5 in Richtung Norden voll. Der Fahrer habe auch weitere Anhaltezeichen missachtet. Nach etwa 1,5 Kilometern krachte der Lkw kurz hinter dem Bad Homburger Kreuz laut Sprecherin ein weiteres Mal so stark gegen die Leitplanke, dass die Polizei ihn schließlich stoppen und festnehmen konnte.

Nun werde geprüft, ob der Mann trotz seiner Krankheit, die tags darauf bemerkt worden sei, schuldfähig ist. Die Staatsanwaltschaft habe die Ermittlungen wegen eines versuchten Tötungsdeliktes nicht eingestellt. Zunächst hatte die Hessenschau berichtet.

dpa

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