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Panorama Landeslabor findet Bakterium in toten Blaumeisen
Mehr Hessen Panorama Landeslabor findet Bakterium in toten Blaumeisen
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11:41 27.04.2020
Eine Blaumeise sitzt in einem Garten auf einem Ast. Quelle: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild
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Frankfurt/Gießen

"Bei den aktuellen hessischen Fällen von gehäuftem Meisensterben waren ausschließlich die Suttonella-Bakterien in den toten Vögeln zu finden." Andere ebenfalls in Frage kommende Erreger wie Vogelgrippe- oder Usutuviren, Salmonellen oder Darmparasiten seien nicht nachweisbar gewesen.

Naturschützer hatten über die ungewöhnliche Häufung von Todesfällen bei den Blaumeisen berichtet. Betroffen waren nach Angaben des Naturschutzbundes Hessen (Nabu) vor allem der Streifen vom Westerwald in Rheinland-Pfalz über Mittelhessen bis ins westliche Thüringen. Erkennen könne man die kranken Tiere unter anderem daran, dass sie "apathisch und aufgeplustert auf dem Boden sitzen und nicht vor Menschen fliehen".

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Bereits in der vergangenen Woche hatten Experten das Bakterium als Ursache ausgemacht. So berichtete das niedersächsische Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit, die dort untersuchten Tiere seien "alle an einer Lungenentzündung gestorben, für die das Bakterium "Suttonella ornithocola" der Auslöser war". Ein Gefährdungspotenzial für Menschen oder andere Tiere scheine nicht zu bestehen, hieß es unter Verweis auf eine noch spärliche Datenlage dazu. Das hessische Landeslabor empfahl, erkrankte oder tote Vögel nur mit Einweghandschuhen anzufassen.

dpa

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