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Panorama Land hilft Unwetter-Opfern: Mehrere 1000 Euro möglich
Mehr Hessen Panorama Land hilft Unwetter-Opfern: Mehrere 1000 Euro möglich
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16:52 29.08.2019
Wiesbaden/Dietzenbach

Nach Millionenschäden durch Sturm, Hagel und schwere Gewitter vor knapp zwei Wochen in Südhessen und im Rhein-Main-Gebiet will das Land Betroffene finanziell unterstützen. "Es kommt jetzt darauf an, für schnellstmögliche Hilfe zu sorgen", sagte Innenminister Peter Beuth (CDU) am Donnerstag. Deshalb sollten nun die Schäden zügig begutachtet werden, damit Gelder dort ankommen, wo sie gebraucht würden.

Am 18. August waren die heftigen Gewitter mit Hagel und Fallwinden über das Gebiet hinweggefegt und hatten teils binnen Minuten schwere Schäden angerichtet. Mehr als 20 Menschen wurden verletzt. Autos wurden zertrümmert, Dächer abdeckt und Häuser schwer beschädigt, gleich reihenweise knickten Bäume um. Die Feuerwehren rückten an diesem Sonntag zu mehr als 1300 Einsätzen aus und noch heute sind nicht alle Sturmschäden beseitigt. Der Sprecherin des Kreises Offenbach, Ursula Luh, zufolge sind zwar keine Straßen mehr gesperrt, die Aufräumarbeiten dauerten aber immer noch an.

Dies Aussicht auf Finanzhilfe gelte für die betroffenen Städte Dreieich, Dietzenbach, Heusenstamm, Langen, Rodgau, Seligenstadt und Egelsbach (alle Kreis Offenbach), hieß es im Innenministerium. Der Kreis wird nun eine Schadenskommission bilden. "Wir werden die Anträge online stellen", sagte Luh. Geschädigte hätten dann eine Frist von vier Wochen, um die Hilfe zu beantragen.

Der Kreis Offenbach hat eigenen Angaben zufolge die Hilfe beantragt und richtet nun eine Schadenskommission mit Sachverständigen, Vertretern der betroffenen Kommunen und des Regierungspräsidiums Darmstadt ein. Hintergrund sind die Richtlinien für Elementarschäden des Landes. Voraussetzung für Finanzhilfen ist demnach, wenn in mehreren Kommunen gleichzeitig ein größerer Personenkreis von schweren Schäden betroffen ist. Keine Gelder beantragen können Menschen, deren Versicherungen die Schäden abdecken oder, die sich zumutbar gegen einen solchen Schadensfall hätten versichern können. Einen Antrag können Bürger, Betriebe und Vereine stellen.

Hilfen werden nach Angaben des Kreises Offenbach gewährt, wenn der Schaden über 5000 Euro liegt, aber maximal bis zu einem Betrag von 30 000 Euro. "In dringenden Notlagen können im Einzelfall auch sogenannte Soforthilfen in Höhe von bis 10 000 Euro gewährt werden", heißt es in einer Mitteilung des Kreises. Dies gilt, wenn durch die Schäden zum Beispiel Konkurs oder Obdachlosigkeit droht. Auch einkommensschwache Familien mit Kindern könnten hiervon Gebrauch machen.

Geld gebe es aber nur, wenn Betroffene nicht aus eigener Kraft für die Schäden aufkommen können, ein Kredit unzumutbar ist oder eine Versicherung abgeschlossen wurde, die aber nicht alle Schäden abdeckt. Keine finanziellen Hilfen gebe es für Schäden innerhalb von Wohnräumen, da diese über die Hausratsversicherung abgedeckt seien. Auch Schäden oder Verluste von Luxusgegenständen könnten nicht geltend gemacht werden.

dpa

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