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Panorama LKA: Pro Jahr bis zu 20 Verdachtsfälle von Raubgrabungen
Mehr Hessen Panorama LKA: Pro Jahr bis zu 20 Verdachtsfälle von Raubgrabungen
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06:28 07.01.2022
Ein Bagger arbeitet auf einer archäologischen Grabungsstätte.
Ein Bagger arbeitet auf einer archäologischen Grabungsstätte. Quelle: Sebastian Gollnow/dpa
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Wiesbaden

Zumeist blieben die Täter unbekannt und die Taten damit ungeklärt. Erst kürzlich hatten mutmaßliche Plünderungen an einer Grabungsstätte in Rodenbach für Schlagzeilen gesorgt.

Dort waren Archäologen bei Voruntersuchungen für ein Baugebiet nach Angaben der leitenden Archäologin, Elisabeth Faulstich-Schilling, auf Hinweise für eine bronzezeitliche Siedlung mit Gräberfeld gestoßen. Noch bevor die Metall-, Keramik- und Knochenfunde geborgen und gesichert werden konnten, hatten Unbekannte nach ihren Worten dort mehrfach gegraben, Relikte mitgenommen und die Grabungsstätte zerstört.

Nicht genehmigte Nachforschungen nach Kulturgütern könnten nach dem hessischen Denkmalschutzgesetz mit Bußgeldern bis zu 25.000 Euro geahndet werden, wie Laufer erläuterte. "Die dabei gemachten Funde sind mit ihrer Entdeckung automatisch Landeseigentum - unabhängig vom materiellen und wissenschaftlichen Wert." Würden diese Funde nicht gemeldet und behalten, könnten Geld- oder Freiheitsstrafen die Folge sein, da damit eine Unterschlagung - gegebenenfalls auch ein Diebstahl - zum Nachteil des Landes Hessen begangen werde.

© dpa-infocom, dpa:220107-99-620949/2

dpa