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Panorama Kriminelle nutzen Corona-Pandemie für Betrügereien
Mehr Hessen Panorama Kriminelle nutzen Corona-Pandemie für Betrügereien
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06:07 31.03.2020
Ein Polizeifahrzeug mit Blaulicht auf dem Dach. Quelle: Rolf Vennenbernd/dpa/Symbolbild
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Frankfurt/Main

Kriminelle haben bekannte Betrugsmaschen seit der Ausbreitung des Coronavirus an die neue Lage angepasst. Seit Beginn der Krise erhielten Senioren etwa Anrufe mit der Nachricht, dass ein angeblich naher Verwandter im Krankenhaus liege und dringend Geld für die medizinische Behandlung benötige, sagte eine Sprecherin des Hessischen Landeskriminalamts (LKA). Dies sei eine neue Version des sogenannten Enkeltricks, mit dem Betrüger vor allem ältere Menschen mit Berichten über angebliche Notlagen naher Angehöriger um ihr Geld zu bringen versuchen.

Bei einer anderen Betrugsvariante wird erzählt, Verwandte säßen im Ausland fest, könnten nicht mehr zurückfliegen und benötigten deshalb dringend Geld. "Mit weiteren Abwandlungen des Enkeltricks ist zu rechnen - der Fantasie sind leider keine Grenzen gesetzt", hieß es.

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Über die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den hessischen Arbeitsmarkt berichtet am (heutigen) Dienstag (10.00/14.00 Uhr) die Regionaldirektion der Arbeitsagentur in Frankfurt. Allerdings wird dabei die offizielle Arbeitsmarktstatistik für den Monat März zum Muster ohne Wert, den sie wurde zum Stichtag 12. März erhoben, also vier Tage vor den deutlichen Einschränkungen für das wirtschaftliche Leben.

Bereits in der darauf folgenden Woche sahen sich die Arbeitsagenturen einer Flut von Anträgen der Firmen ausgesetzt, die ihre Mitarbeiter in Kurzarbeit schicken wollten. Laut einer früheren Mitteilung waren in der Arbeitswoche vom 16. bis zum 20. März in Hessen rund 7300 Anträge eingegangen, nach 1100 im gesamten Vorjahr und 219 in den Monaten Januar und Februar 2020 zusammen.

Die nächste bundesweite Hochrechnung zu den Kurzarbeitsanträgen will die Bundesagentur am (heutigen) Dienstag um 14.00 Uhr vorlegen. Zu diesem Zeitpunkt sollen auch Werte für die einzelnen Bundesländer vorliegen. In Hessen haben große Unternehmen wie die Lufthansa, Fraport, Condor und Opel Kurzarbeit für jeweils tausende Mitarbeiter angemeldet.

dpa