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Panorama Korruption in Neubaugebiet: Ingenieur bestreitet Vorwurf
Mehr Hessen Panorama Korruption in Neubaugebiet: Ingenieur bestreitet Vorwurf
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15:34 06.04.2022
Eine Figur der blinden Justitia.
Eine Figur der blinden Justitia. Quelle: Christoph Soeder/dpa/Symbolbild
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Frankfurt

Konkret dreht sich der Prozess vor der Wirtschaftsstrafkammer um mutmaßliche Unregelmäßigkeiten bei der Vergabe von Baugrundstücken im Frankfurter Neubaugebiet Riedberg zwischen 2011 und 2015.

In diesem Zeitraum soll der Angeklagte als Geschäftsführer einer Projektleitungsgesellschaft den mittlerweile verstorbenen Verantwortlichen einer von der Stadt Frankfurt initiierten Planungsfirma um eine fünfstellige Summe bestochen haben. Im Gegenzug erhielt dessen Unternehmen mehr als 50 Grundstücke, deren Erschließung und Vermarktung dem Unternehmen des 59-Jährigen knapp 4,3 Millionen Euro Gewinn eingebracht haben soll.

Über die Verteidigerin ließ der Angeklagte mitteilen, es habe niemals eine "Unrechtsverabredung" zwischen ihm und dem verstorbenen Geschäftspartner gegeben. Außerdem habe in dem Neubaugebiet kein Konkurrenzverhältnis zwischen mehreren Immobilieninteressenten bestanden. Die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft seien unzutreffend. Das Verfahren war nach 2015 aufgrund einer anonymen Strafanzeige unter dem Motto "Vetternwirtschaft und Korruption auf dem Riedberg" in Gang gekommen. Die Strafkammer will den Prozess im Juni abschließen.

© dpa-infocom, dpa:220405-99-808646/3

dpa