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Panorama Kommunen wollen gegen umstrittenes Anflugverfahren vorgehen
Mehr Hessen Panorama Kommunen wollen gegen umstrittenes Anflugverfahren vorgehen
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11:41 15.07.2022
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Rüsselsheim (dpa/lhe)

Die vom Fluglärm am meisten betroffenen Kommunen wollen gerichtlich gegen ein 2011 am Frankfurter Flughafen eingeführtes Anflugverfahren vorgehen. Stellvertretend für 15 Kommunen haben die Städte Neu-Isenburg, Heusenstamm und Rüsselsheim nach eigenen Angaben einen Eilantrag auf Rechtsschutz beim zuständigen Hessischen Verwaltungsgerichtshof (VGH) eingereicht.

Darin beantragen sie, das spezielle Verfahren für landende Flugzeuge, das sogenannte Segmented Approach, einstweilig zu untersagen. Der VGH in Kassel bestätigte am Freitag den Eingang der Unterlagen.

Bei dem Verfahren wird der Anflugkorridor nach Süden hin verschoben. Die Maschinen fliegen dabei im Landeanflug auf den Frankfurter Flughafen nicht direkt über Hanau, Mühlheim und Offenbach weiter Richtung Neu-Isenburg, sondern zunächst über eine Waldfläche und die Autobahn 3.

Die Städte sind der Ansicht, dass das ursprünglich nur zur Probe eingeführte Anflugverfahren längst hätte abgeschlossen werden müssen. «Es hat den Anschein, als sei das Festhalten an dem Segmented Approach längst eine politische und nicht mehr eine fachliche Entscheidung», begründeten sie in einer Mitteilung ihre Haltung. Es bestehe daher die Gefahr, dass den Bürgern große Entlastungen versprochen würden, die sich in der Realität nicht umsetzen ließen.

Die Kommunen gehen davon aus, dass dieses Verfahren lediglich für die wenigen, nicht planmäßigen Verspätungslandungen zwischen 23.00 Uhr und 5.00 Uhr durchgeführt werden darf. Da es allerdings in der ganzen Nacht und am Tag angewendet wird, sehen sie einen Rechtsbruch.

An Deutschlands größtem Airport gilt von 23.00 bis 5.00 Uhr ein Nachtflugverbot. Die Luftaufsicht genehmigt aber vor allem bei schlechtem Wetter immer wieder Starts und Landungen in dieser Zeit.