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Panorama Körperverletzung im Amt: Bundespolizisten wollen aussagen
Mehr Hessen Panorama Körperverletzung im Amt: Bundespolizisten wollen aussagen
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15:58 10.10.2019
Der Schriftzug "Bundespolizei" ist auf einem Hubschrauber zu sehen. Quelle: Boris Roessler/dpa
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Frankfurt/Main

Der Anklage liegt die Festnahme eines 21-Jährigen im Dezember 2017 in der B-Ebene des Frankfurter Hauptbahnhofs zugrunde. Der unter dem Verdacht des Drogenbesitzes stehende Mann leistete dabei erheblichen Widerstand und wurde deshalb von drei der Beamten mit auf die Wache genommen (AZ 3460 Js 259912/17).

Auf dem Revier soll der Mann völlig nackt mehrere Stunden in der Zelle verwahrt worden sein. Trotz massiver gesundheitlicher Probleme - unter anderem erlitt der Mann bei der Festnahme einen Rippenbruch - habe man nicht den Arzt gerufen, hieß es in der Anklage. Den Beamten wird deshalb Körperverletzung im Amt durch Unterlassen vorgeworfen. Das Entkleiden und stundenlange Stehenlassen des Mannes in der nur mäßig beheizten Zelle bewertete die Staatsanwaltschaft als Nötigung.

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In dem vorerst bis Mitte November angesetzten Prozess soll auch ein rund drei Stunden dauernder Videofilm über die Situation in der Zelle ausgewertet werden. Sieben weitere Verhandlungstage mit zahlreichen Zeugenvernehmungen hat die Strafkammer festgelegt. Das Opfer ist als Nebenkläger mit einer Rechtsanwältin vertreten und wird Ende Oktober im Zeugenstand vernommen. Das gegen den Mann anhängige Strafverfahren wegen der Widerstandshandlungen ruht nach Gerichtsangaben bis zum Abschluss des Verfahrens gegen die Beamten.

dpa

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