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Panorama Keine konkreten Hinweise auf zweiten Wolf in Hessen
Mehr Hessen Panorama Keine konkreten Hinweise auf zweiten Wolf in Hessen
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09:10 12.04.2020
Ein Wolf läuft durch ein Freigehege im Wildpark Alte Fasanerie. Quelle: Boris Roessler/dpa/Archivbild
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Wiesbaden

Bei einem zweiten Weibchen, das in den Landkreisen Hersfeld-Rotenburg, Schwalm-Eder und Werra-Meißner bereits mehrfach genetisch nachgewiesen wurde, seien zuletzt keine weiteren Spuren mehr gefunden worden, sagte die hessische Wolfsbeauftragte Susanne Jokisch der Deutschen Presse-Agentur in Wiesbaden.

Ein individuell bekannter Wolf ist nach Experten-Angaben sesshaft geworden, wenn er über einen Zeitraum von sechs Monaten mehrmals in einer Region sicher nachgewiesen wird. Für das Tier aus den Landkreisen Hersfeld-Rotenburg, Schwalm-Eder und Werra-Meißner war dafür das Datum 1. Februar angesetzt worden. Wenn nach diesen Terminen nochmals ein gentechnische Nachweis des Tieres erbracht wird, gilt das Wolfsterritorium als gegründet.

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Jüngst ausgewertete Proben hätten jedoch keinen Nachweis auf diese Wölfin erbracht, erklärte Jokisch. Es gebe zwar immer wieder Fotos von Wölfen. Der letzte Gennachweis dieses Tieres resultiere aber vom November 2019. Seitdem habe es keine weitere Spur mehr gegeben. Da die Tiere jedoch in einer Nacht teils kilometerlange Strecken zurücklegen, könne sich das auch jederzeit wieder ändern.

Die Wölfin im Vogelsbergkreis war Anfang März durch die Genprobe eines gerissenen Rehes nachgewiesen worden. Im laufenden Jahr hat es nach Angaben von Jokisch 19 Verdachtsfälle von Wolfsrissen gegeben. Tatsächlich nachgewiesen worden seien zwei Fälle.

dpa

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