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Panorama Keime in der Wurst: Ermittler vernehmen Wilke-Mitarbeiter
Mehr Hessen Panorama Keime in der Wurst: Ermittler vernehmen Wilke-Mitarbeiter
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15:02 22.10.2019
Auf einer Richterbank befindet sich ein Richterhammer. Quelle: Uli Deck/dpa/Archivbild
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Kassel/Twistetal

Die Behörde ermittelt gegen den Geschäftsführer wegen fahrlässiger Tötung. Zuvor hatte die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten berichtet, dass Wilke-Mitarbeiter vorgeladen würden.

Mit den in Wilke-Produkten gefundenen Listerien werden drei Todesfälle und 37 Krankheitsfälle in Verbindung gebracht. Diese Keime können für Menschen mit schwachem Immunsystem lebensgefährlich sein. Der Wursthersteller in Twistetal-Berndorf (Kreis Waldeck-Frankenberg) war vor knapp drei Wochen geschlossen worden. Wilke hatte danach vorläufige Insolvenz angemeldet. Der Betrieb hat 200 Mitarbeiter.

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Die Verbraucherorganisation Foodwatch wirft Behörden im Fall Wilke schwere Versäumnisse vor. Hessens Verbraucherschutzministerium Priska Hinz (Grüne) hat eine Untersuchung der Vorgänge angekündigt. Dazu muss der Landkreis Waldeck-Frankenberg als zuständige Überwachungsbehörde bis Freitag (25. Oktober) einen Bericht vorlegen. Zu den Ergebnissen will sich das Land Hessen in der kommenden Woche äußern, wie eine Ministeriumssprecherin ankündigte.

dpa