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Panorama "Kauf-nix-Tag" ruft zu bewusstem und nachhaltigem Konsum auf
Mehr Hessen Panorama "Kauf-nix-Tag" ruft zu bewusstem und nachhaltigem Konsum auf
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08:45 21.11.2021
Das Symbol eines Warenkorbes steht auf der Webseite eines Internethändlers.
Das Symbol eines Warenkorbes steht auf der Webseite eines Internethändlers. Quelle: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Archivbild
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Maintal/Frankfurt

Die Idee stammt aus den USA und richtet sich gegen enthemmten Konsum und dessen Folgen. Nur das kaufen, was man wirklich braucht und damit Ressourcen, Umwelt und Klima schonen - für die Idee setzen sich auch Menschen aus Hessen ein.

Florian Grünert beispielsweise, der den ersten "Leihladen" des Bundeslands in Maintal (Main-Kinzig-Kreis) mitgegründet hat. Den Nutzern steht eine Auswahl an knapp 900 Gegenständen zur Verfügung, die sie gegen zwei Euro Mitgliedsbeitrag pro Monat und ein Pfand ausleihen können. Elektrogeräte, Party- oder Camping-Zubehör, Gartengeräte oder Werkzeuge, die man nur selten brauche, müsse man nicht neu kaufen, sondern könne sie leihen und dadurch teilen, sagt Grünert. Die Zahl der Nutzer steigt seit dem Start des Ladens vor vier Jahren immer weiter an, inzwischen sind es etwa 300.

Die Bloggerin Esther Stark aus dem mittelhessischen Hungen ist Minimalistin und teilt ihre Erfahrungen in sozialen Netzwerken wie Youtube und Facebook. Auch ihr Ziel ist, nur zu besitzen, was sie wirklich nutzt. Um Schnäppchenangeboten erfolgreich zu widerstehen empfiehlt sie, Wünsche auf eine Liste zu schreiben und diese erst nach längerer Zeit wieder zur Hand zu nehmen. "Oft ist es dann so, dass ich die Sachen einfach wieder herunter streiche, weil ich weiß, das will ich eigentlich gar nicht", sagt die 38-Jährige.

Konzepte bewussten und nachhaltigen Konsums haben sich zu einem zunehmend breiter werdender Trend formiert, wie Theresa Schleicher, Handelsexpertin beim Zukunftsinstitut (Frankfurt/Wien) sagt. Daran kämen die Unternehmen nicht mehr vorbei und entwickelten Angebote. Leih- und Kreislaufkonzepte etwa in der Modebranche und wiederverwertbare oder reduzierte Verpackungen im Online-Handel seien Beispiele.

© dpa-infocom, dpa:211121-99-82916/2

dpa