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Panorama Jäger und Wissenschaftler sorgen sich um Rotwild-Bestand
Mehr Hessen Panorama Jäger und Wissenschaftler sorgen sich um Rotwild-Bestand
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05:22 09.05.2022
Ein Rothirsch steht in einem Waldgebiet am Wildpark Neuhaus im Solling.
Ein Rothirsch steht in einem Waldgebiet am Wildpark Neuhaus im Solling. Quelle: Swen Pförtner/dpa/Symbolbild
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Wiesbaden/Gießen

"In einem Drittel der Gebiete im Bundesland müssen wir uns aufgrund mangelnder genetischer Vielfalt ernsthaft um den mittelfristigen Erhalt dieser Art als gesunde Populationen sorgen", mahnt Professor Gerald Reiner vom Arbeitskreis Wildbiologie der Justus-Liebig-Universität Gießen. Zwischen den rund 20 Rotwildgebieten in Hessen gebe es keinen oder nur mangelhaften Austausch, da vor allem die Hirsche kaum von einem Gebiet ins andere wandern könnten. Das liege unter anderem daran, dass eine Autobahn eine kaum überwindbare Hürde für die Tiere sei.

Schadhafte Gene, die beispielsweise zu Missbildungen führen, könnten sich in der Population ausbreiten. In Hessen seien bereits sechs Kälber entdeckt worden, die einen verkürzten Unterkiefer haben, berichtet der Veterinärmediziner. Die Inzucht schreite mit jeder Brunft weiter voran, warnt auch Markus Stifter, Sprecher des Landesjagdverbandes.

© dpa-infocom, dpa:220509-99-210592/3

dpa