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Panorama Intendant erwartet von Politik "mehr Risikobereitschaft"
Mehr Hessen Panorama Intendant erwartet von Politik "mehr Risikobereitschaft"
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09:46 05.09.2020
Bernd Loebe, Intendant der Oper Frankfurt, sitzt im Zuschauerraum seines Hauses. Quelle: Frank Rumpenhorst/dpa/Archivbild
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Frankfurt/Main

"Wenn alle, die im Sommer in Risikogebiete gefahren sind, oder am Mainufer gefeiert haben, in die Oper gegangen wären, hätten wir jetzt geringere Fallzahlen."

Loebe ist auch Vorsitzender der Deutschsprachigen Opernkonferenz, der die 13 größten Opernhäuser Deutschlands, Österreichs und der Schweiz angehören. "Ich will nicht sagen, die Lage ist desolat", sagt Loebe, "aber man ist verängstigt, dass das ein Dauerzustand werden könnte." Aktuell dürfen 390 Besucher in den Saal, maximal 30 Musiker in den Orchestergraben und 21 Sänger im Chor singen. Es gibt keine Pausen und keine Gastronomie.

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Eigentlich sollte die Spielzeit am 13. September mit György Ligetis "Le Grand Macabre" eröffnet werden, wegen zu großer Besetzung wurde das Stück um ein Jahr verschoben. Stattdessen stehen jetzt Werke auf dem Spielplan, die mit weniger Musikern auskommen - etwa eine Wiederaufnahme von Bellinis "I Puritani" seit Donnerstag (3.9.). Erste Neuinszenierung dieser Spielzeit ist am 13. September "The Medium" von Gian Carlo Menotti.

dpa