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Panorama Instagram-Museum in Michelstadt
Mehr Hessen Panorama Instagram-Museum in Michelstadt
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07:44 12.02.2020
Das Icon von Instagram auf einem Apple iPhone. Quelle: Rolf Vennenbernd/dpa/Symbolbild
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Michelstadt

Bunt soll es werden. Besucher können schaukeln, hüpfen oder über einen Catwalk laufen und Selfies machen. In Michelstadt im Odenwald öffnet am Samstag das Pop-Up-Museum "Bee Yourself", das Vorbilder hat in den USA, Dubai, Wien oder Köln, sich von diesen aber auch absetzen möchte. "Streng genommen sind wir Deutschlands drittes Instagram-Museum. Wir bezeichnen uns jedoch lieber als Pop-Up-Museum, weil man hier eben nicht nur Selfies für Instagram schießen kann", heißt es bei den Veranstaltern.

Drei Monate lang sollen nun in einer Halle in der Stadt Motive aus dem Odenwald nicht nur Influencern und dem Selfie-Trend Rechnung tragen, sondern auch Gewerbe und Kunst der Region verbinden. Der Leitsatz "Bee yourself" ist angelehnt an die Michelstädter Biene, ein Wahrzeichen der Stadt.

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Auf den gut 1100 Quadratmetern der Erwin-Hasenzahl-Halle werde es 24 verschiedene Fotomotive geben, jedes mit einem eigenen Thema. Nach dem Willen der Veranstalter soll es nicht nur monothematisch um den Selfie-Trend in grellen pink-, mintfarbenen oder quietschgelben Motiven gehen. "Doch, bunt wird es. Wir haben uns nur eben nicht das Farbschema "Pastell" ausgesucht, sondern haben sehr unterschiedliche Motive", sagt Mitinitiatorin Jenny Weissgerber.

Der Gewerbeverein als Veranstalter will Besuchern näher bringen, was der Odenwald zu bieten hat. Mit dabei sein will auch die gebürtige Michelstädterin Jessica Schwarz. Die Schauspielern hat in der Stadt ihr Designhotel "die Träumerei".

Besucher müssen allerdings auch in die Tasche greifen. Ein Einzelticket für zwei Stunden kostet 22 Euro, muss online gebucht werden und ist dann nur für das gebuchte Zeitfenster gültig - für alle Interessierten ab 13 Jahren. Wie viele Besucher tatsächlich kommen, kann Weissgerber nicht abschätzen.

Für den Museumsverband ist ein Museum eine gemeinnützige, auf Dauer angelegte Einrichtung. Diesen Kriterien entspricht das Pop-Up-Museum eher nicht. Nennen darf es sich dennoch so, da der Begriff nicht geschützt ist.

Dem Selfie-Trend in den sozialen Netzwerken trägt es aber sicher wie auch andere Orte Rechnung. Für ein gelungenes und reichweitenstarkes Selbstporträt müssen Benutzer von Plattformen wie Instagram oder Snapchat nicht unbedingt nach Michelstadt fahren. Auch in Frankfurt oder Fulda zum Beispiel gibt es Orte, die extra für Selfies geschaffen wurden.

In der Barockstadt hat Illustrator Ingmar Süß im vergangenen Sommer drei öffentlich zugängliche Wände mit Flügelpaaren für Selfies gestaltet. Ein ähnliches Projekt hat die Künstlerin Laura Kroschewski im Frankfurter Hotel "Sofitel" umgesetzt. Unter dem Namen "Visit Frankfurt" ist die städtische Vermarktungsgesellschaft "Tourismus+Congress" in den sozialen Netzwerken vertreten. Deren Account betreut Sabine Gnau. "Frankfurt ist quasi ein Freiluft-Instagram-Museum", meint sie.

dpa