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Panorama Illegal in Kassel gehaltene Primatin findet Heimat in NRW
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15:15 21.07.2022
Die Zwergplumplori-Dame Rosi sitzt im Regenwaldhaus des Dortmunder Zoos.
Die Zwergplumplori-Dame Rosi sitzt im Regenwaldhaus des Dortmunder Zoos. Quelle: Marcel Stawinoga/Zoo Dortmund/dpa/Archivbild
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Dortmund/Kassel (dpa/lhe)

Flauschiges Fell und große Augen: Ein jahrelang in Kassel illegal gehaltenes Zwergplumplori hat im Dortmunder Zoo eine neue Heimat gefunden. Die fast blinde Rosi erkunde nun ihr neues Gehege, teilte der Zoo am Donnerstag mit. Damit geht für das Tier eine jahrelange Tortur im illegalen Wildtierhandel zu Ende. Die Primatin, die von ihren Pflegern den Namen Rosi bekommen hat, wurde im vergangenen Jahr zufällig bei einem Polizeieinsatz in Kassel entdeckt. Als die Beamten einen Mann festnehmen wollten, entdeckten sie in seiner Wohnung in einem abgedeckten Vogelkäfig die Zwergplumplori-Dame. Rosi ist fast blind - vermutlich, weil sie jahrelang falsch und mit zu viel Zucker ernährt wurde. Durch eine Operation habe sie immerhin etwas Sehkraft zurückerhalten.

Ihre Geschichte lasse sich nur lückenhaft rekonstruieren. Vermutlich sei sie seit 2011 über Russland illegal nach Deutschland gebracht worden. Plumploris, die eigentlich in den Regenwäldern Südostasiens leben, zählten zu den am häufigsten geschmuggelten und illegal gehandelten Tieren weltweit, teilte der Dortmunder Zoo mit.