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Panorama Stadt Frankfurt: Ämter wegen infizierter Mail geschlossen
Mehr Hessen Panorama Stadt Frankfurt: Ämter wegen infizierter Mail geschlossen
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16:55 19.12.2019
Frankfurt/Main

Nach einem versuchten Cyber-Angriff hat die Stadt Frankfurt ihren Bürgerservice am Donnerstag massiv eingeschränkt. Die Mainmetropole nahm vorsichtshalber ihr IT-System vom Netz. Alle städtischen Ämter mussten für die Öffentlichkeit geschlossen bleiben, Mitarbeiter waren per Mail nicht erreichbar und auch das Internetportal konnte nicht abgerufen werden. Ob Hessens größte Stadt am (morgigen) Freitag wieder zum Normalbetrieb übergehen kann, war am Donnerstagnachmittag noch unklar.

Am Mittwoch sei eine "sehr gut getarnte" E-Mail mit Schadsoftware an einen Mitarbeiter geschickt worden, sagte der Sprecher des IT-Dezernats, Günter Murr, am Donnerstag. "Momentan haben wir noch keinen Schaden entdeckt und gehen nicht davon aus, dass ein Schaden entstanden ist." Er gehe aber von einer "offensichtlichen Schädigungsabsicht" aus. Ein Forensiker sei damit beauftragt, "die kriminellen Hintergründe zu untersuchen".

Den Angaben zufolge hatten die Sicherheitssysteme am Mittwochmittag Alarm geschlagen, nachdem die infizierte E-Mail aufgeschlagen war. "Wir müssen davon ausgehen, dass das nicht die einzige Mail war", sagte Murr. Deshalb seien sicherheitshalber alle Systeme heruntergefahren worden. "Diese werden erst wieder in Betrieb genommen, wenn wir sicher sein können, dass diese sauber sind."

Die Bürger konnten sich am Donnerstag telefonisch an die Ämter wenden. Viele Dienstleistungen blieben ohne die Computer aber erst einmal liegen. "Es ist leider so, dass heute offline gar nicht mehr funktioniert". Betroffen war auch die Bürokommunikation der Feuerwehr, Rettungsdienst und Brandschutz waren nach Angaben eines Sprechers aber gewährleistet.

Mit der zunehmenden Digitalisierung der Verwaltung wächst die digitale Angriffsfläche auf Behörden. Zumeist werden Attacken automatisiert erkannt und abgewehrt.

In Gießen sorgt der Hackerangriff auf die IT-Systeme der Uni vor fast zwei Wochen weiter für Probleme. Es werde Wochen dauern, bis die Hochschule wieder digitale Basisdienste haben werde und Monate, bis das IT-Netz vollständig laufe, erklärte Uni-Präsident Joybrato Mukherjee. Die zuständige Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt teilte mit, dass eine Schadsoftware namens "Ryuk" zum Einsatz gekommen sei.

dpa

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