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Panorama Hunderte zu Demonstrationen gegen Beschränkungen erwartet
Mehr Hessen Panorama Hunderte zu Demonstrationen gegen Beschränkungen erwartet
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16:21 15.05.2020
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Frankfurt/Main

Am Wochenende wollen in Frankfurt hunderte von Menschen gegen die geltenden Beschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie auf die Straße gehen. Nach Angaben des Frankfurter Ordnungsamts vom Freitag sind insgesamt 17 Kundgebungen angemeldet, davon allein 14 am Samstag. Die meisten Demonstranten werden zu einer Demonstration des Bündnisses Akzeptanz und Vielfalt Frankfurt auf dem Goethe-Platz in der Innenstadt erwartet.

Eine Gegendemonstration soll unter anderem mit geschätzten 200 Teilnehmern an der benachbarten Hauptwache stattfinden. Die Initiative "Seebrücke" kündigte eine erneute Kundgebung mit 50 Teilnehmern an, nachdem die Polizei Anfang April bei einer Demonstration für die Evakuierung der Flüchtlingslager in Griechenland eingeschritten war. Bereits am vergangenen Wochenende hatten hunderte von Protestlern in der Frankfurter Innenstadt ihrem Unmut über die bestehenden Beschränkungen Luft gemacht.

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Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) warnte im Vorfeld vor rechter Stimmungsmache. "Ich habe Verständnis für Menschen, die sagen, diese Einschränkungen gefallen mir nicht. Auch der Protest ist legitim", sagte er der Deutschen Presse-Agentur. "Ich habe aber kein Verständnis für diejenigen, die versuchen, ihr braunes Süppchen darauf zu kochen oder mit Weltverschwörungstheorien oder antisemitischen Klischees auftreten und gegen Ausländer Stimmung machen."

Die Polizei riet Autofahrern, die Innenstadt am Samstag zu meiden. Es könne "zeitweise zu Einschränkungen im Straßenverkehr sowie vereinzelt auch im öffentlichen Personennahverkehr kommen", teilte ein Sprecher der Behörde mit. Während der Kundgebungen will die Polizei nach eigener Darstellung kontrollieren, ob sich die Teilnehmer an die geltenden Abstands- und Hygieneregeln halten. Man werde dabei "zwischen dem Recht auf Versammlungsfreiheit und den Verordnungen nach dem Infektionsschutzgesetz abwägen".

dpa

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