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Panorama Rhein-Hochwasser steigt weiter: Neue Regenfälle erwartet
Mehr Hessen Panorama Rhein-Hochwasser steigt weiter: Neue Regenfälle erwartet
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16:42 01.02.2021
Eine Bank steht bereits im Hochwasser des Rhein, während ein Kanufahrer vorbeifährt.
Eine Bank steht bereits im Hochwasser des Rhein, während ein Kanufahrer vorbeifährt. Quelle: Boris Roessler/dpa/Archivbild
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Wiesbaden/Büdingen

In einigen Regionen Hessens hat sich die Hochwassersituation weiter entspannt, dagegen steigen am Rhein die Pegelstände noch an. Der Scheitel in Höhe von etwa 6,25 Meter werde am Pegel Mainz für Dienstag erwartet, teilte das Hessische Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie in Wiesbaden am Montag mit. In den kommenden Tagen sind demnach steigende Wasserstände auch wieder in anderen Landesteilen möglich - denn es ist neuer Regen angesagt.

Wegen des Rhein-Hochwassers wurde am Montag die Bundesstraße 42 zwischen Eltville-Hattenheim und Geisenheim für den Verkehr voll gesperrt. Die Straße sei in dem Bereich überflutet worden, teilte die Verkehrsbehörde Hessen Mobil mit. Eine Umleitung für die Dauer der Sperrung wurde eingerichtet.

Nach mehreren Tagen Anspannung gingen an anderen Flüssen die Wasserstände zurück. "Viele hessische Regionen befinden sich aktuell nicht mehr im Bereich der Hochwassermeldestufen", so das Landesamt. Oberhalb der Meldestufe lagen demnach noch einzelne Pegel an Lahn, Fulda, Kinzig oder Nidder - bei überall fallender Tendenz. Am Main in Frankfurt und Raunheim verharrten die Pegelstände laut Landesamt unterhalb der Meldestufe I, die leichtes Hochwasser anzeigt. Das Wasser könne noch leicht steigen, werde die Meldestufe aber voraussichtlich nicht erreichen.

Wegen des unbeständigen Wetters ist die Lage alles andere als stabil. Auch in den kommenden Tagen bleibt es nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes regnerisch in Hessen. Ab Dienstag und vor allem ab Mittwoch könnten weitere Hochwassermeldestufen erreicht werden, so das Landesamt. "Das betrifft vor allem die Fulda und Kinzig, wo die Meldestufe II, das heißt mittelstarkes Hochwasser, überschritten werden kann." Da die Böden stark wassergesättigt seien, reichten auch mittlere Niederschlagsmengen für steigende Wasserstände aus, erläuterte ein Sprecher des Landesamtes.

Von dem Hochwasser der vergangenen Tage war insbesondere die Stadt Büdingen in der Wetterau getroffen. Dort wurde die Altstadt am Freitag überschwemmt. Die Wassermassen seien mittlerweile abgelaufen und die Aufräumarbeiten im vollen Gang, sagte ein Sprecher des Wetteraukreises. Derzeit werde daran gearbeitet, Nothilfen für die betroffenen Anwohner auf den Weg zu bringen.

© dpa-infocom, dpa:210201-99-252497/3

dpa